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Kolumne10:17 11.01.16

Börsenexperte und Autor Christoph A. Scherbaum

Neue Studie zum Finanzwissen der Deutschen: Besser als sein Ruf - es fehlt nur an der Umsetzung

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

über die geringe Aktionärsquote in Deutschland wurde im Börsen-Ausblick schon oft geschrieben. Am mangelnden Wissen kann es jedoch kaum liegen - wie eine neue Untersuchung zeigt. Demnach ist das Finanzwissen der Deutschen deutlich besser als sein Ruf – wobei der ehrlicherweise so schlecht ist, dass die Realität eigentlich nur besser sein kann. Doch zurück zu den Fakten:

Laut Standard & Poor’s ist die „finanzielle Alphabetisierung“ der Deutschen deutlich besser als der weltweite Durchschnitt und vor allem auch besser als in Ländern mit einer bestehenden Aktienkultur. Im Rahmen der Untersuchung wurden Fragen nach der Risikostreuung, der Inflation sowie Zins und Zinseszins gestellt. Konkret:

Die Studie, die u.a. vom US-Forschungsinstitut und der George-Washington-Universität durchgeführt wurde, zeigt dass zwei Drittel der 150.000 Befragten (in 144 Ländern) nichts von Finanzen verstehen. Damit ergibt sich ein globaler Alphabetisierungsgrad von 34 Prozent.

In Deutschland beträgt dieser Wert dagegen stolze 66 Prozent, womit wir sogar noch vor den Aktionärsländern USA und Schweiz liegen! Das gebildetste Volk in Sachen Finanzen sind übrigens die Skandinavier aus Norwegen, Schweden und Dänemark. Dort beträgt der Alphabetisierungsgrad jeweils 71 Prozent.

Doch offenbar nützt das beste Wissen nur bedingt etwas, wenn der Mut zur Umsetzung fehlt. Anders lässt sich der Ruf von Deutschland als Land der Sparer kaum erklären. Einziger Lichtblick hinsichtlich eines veränderten Anlageverhaltens (hin zur Aktie), ist die positive Auswirkung des Dauerniedrigzinses. Das heißt:

Immer mehr Deutsche wenden sich dem Sparbuch ab, um allerdings ihr Geld nicht direkt in Aktien zu stecken, sondern (leider) in Mischfonds. Im vergangenen Jahr waren Mischfonds die Fondsklasse mit dem höchsten Zuwachs. Mischfonds steuerten mit Zuflüssen von über 33 Milliarden Euro bis Ende Oktober (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) auf ihr drittes Rekordjahr in Folge zu. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 sammelten diese im gesamten Jahr netto 23 Milliarden Euro ein, 2013 waren es 18 Milliarden Euro.

Sinnvoller wäre es jedoch, sich als Anleger direkt mit der transparentesten und langfristig erfolgreichsten Anlageform, der Aktie, auseinanderzusetzen. Aber ich persönlich gebe hier die Hoffnung nicht auf:

Es werden immer mehr Menschen hoffentlich den Weg vom Sparbuch zu (Champions-) Aktien bzw. dem BCDI-Zertifikat finden.

In diesem Sinne,
Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche (Ihre Terminübersicht)

Christoph Scherbaum
Chefredakteur 
Börsen-Ausblick

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