Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
der Polit-Krimi zwischen Rating-Agenturen und Regierungen geht in die nächste Runde. Während die EU sich wegen der Sparbeschlüsse lobt, senkte neben S&P mit Moody‘s nun die nächste US-Rating-Agentur den Daumen zum Thema Bonität der Eurostaaten. Eine brisante Situation, die sich noch verschärfen wird. Diese Konstellation an den Märkten garantiert weitere heiße Tage zum Jahresausklang mit etlichen Verwerfungen, die allerdings auch Chancen mit sich bringen werden. Darauf können wir als Trendfolger jetzt schon spekulieren, denn:
Das lateinische „speculare“ heißt „beobachten“. Dabei sehen wir, dass die Volatilität an den Märkten zunimmt. So befindet sich beispielsweise der VDax im klaren Aufwärtstrend. In welche Richtungen die Schwankungen führen, ist noch offen. Politik und Rating-Agenturen schaffen aktuell den Rahmen für die Unsicherheit. Urteilen Sie selbst:
Der EU-Gipfel hat engere fiskalische Regeln beschlossen, die sich künftig in den Gesetzen niederschlagen sollen. Zudem wurde vereinbart, bei Verstößen Sanktionen mit weniger Spielraum greifen zu lassen. Nur: Bis dato sind die Beschlüsse nicht mehr wert als viele Vorhaben der Vergangenheit. Bis die Maßnahmen umgesetzt werden, dauert es Monate. Reine Spekulation im schlechten Wortsinne ist zudem die Frage, ob die Programme zu einer Lösung führen werden. „Spes“ heißt lateinisch die Hoffnung. Mehr kann die Politik nicht in die Waagschale werfen, da die Spar-Effekte wissenschaftlich nicht erforscht sind. Mahnendes Beispiel ist zudem die Weltwirtschaftskrise mit den Notprogrammen von Reichskanzler Brüning in Deutschland. Selbst Staatspleiten stehen weiterhin im Raum.
Deshalb will auch Moody‘s die Bonität der Eurozone bis März 2012 überprüfen. Eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit der „AAA“-Staaten würde zu einer Herabsenkung der Ratings für den Rettungsfonds EFSF führen. Dann drohen Zinssteigerungen für die Staaten wie auch Unternehmen und Steuerzahler. Nur:
Ob die Politik oder die Rating-Agenturen Recht behalten, verdeutlichen am zuverlässigsten die Märkte. Die Position zur 200-Tage-Linie zeigt an, ob und wie stark sich die Börsen im Auf- oder Abwärtstrend befinden. Derzeit kündigen sich weitgreifende Umbrüche an. Gestern wechselte mit dem Dow Jones der letzte Haupindex in den Abwärtstrend. Auch sämtliche Rohstoffmärkte befinden sich nun auf der Baisse-Seite. Angesichts der überdurchschnittlich starken Verluste von mehr als 5% sind schnelle Gegenreaktionen wahrscheinlich. Noch vor Weihnachten dürften daher weitere Trendwechsel folgen. Wir stehen Gewehr bei Fuß.
Handeln Sie erfolgreich!
Ihr
Janne Jörg Kipp
P.S.: Janne Jörg Kipp ist Trendbrief-Chefredakteur und unterstützt Sie täglich mit konkreten Empfehlungen zu den lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen sowie Rohstoffen. Der Trendbrief erscheint mittlerweile im 24. Jahrgang und ist heute der maßgebliche Börsenbrief für Trends & Tradings.
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