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Kolumne15:34 23.05.16

Börsenexperte und Autor Michael Vaupel

Nicht überzeugend: Mischfonds, die auf ETFs setzen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Mischfonds haben in den vergangenen Jahren keineswegs überzeugend abgeschnitten. Passive Index-Investments wie die günstigen ETFs umso mehr. Und was ist mit der Hybridversion, Mischfonds, die auf ETFs setzen? Auch das gibt es inzwischen. Vor rund neun Jahren kamen die ersten Vertreter dieser Gattung in den USA auf den Markt. 

Im Grunde sind es „herkömmliche“ Mischfonds, die aber nicht auf Anleihen und Aktien setzen, sondern stattdessen auf Anleihen-ETFs und Aktien-ETFs. Und, wie schlagen sich diese „ETF-Mischfonds“? Zum Glück hat Morningstar dazu eine Untersuchung durchgeführt. Das Handelsblatt berichtete über die Ergebnisse. Und diese fielen mehr als eindeutig aus. Konkret:

Die untersuchten ETF-Mischfonds schnitten als Gruppe in allen vier untersuchten Risikokategorien schlechter als die jeweiligen Benchmarks = vergleichbare Indizes ab. Dafür sorgen auch schon die recht hohen Gebühren. Durchschnittlich 1,9% pro Jahr, und hinzu kommen Gebühren für die bei dieser Anlagekategorie häufigen Umschichtungen. Doch „hin und her macht Taschen leer“, wie schon eine alte deutsche Börsenweisheit besagt. 

Mit anderen Worten: „ETF-Mischfonds“ haben – anders als der Bestandteil ETFs es vermuten lässt – hohe Gebühren. Und sie schlagen die Benchmark nicht. Wieso sollte also jemand auf diese Anlagekategorie setzen?

Dann doch lieber direkt auf ETFs. Die sind einfach zu verstehende, passive Index-Investments mit niedrigen Gebühren. Und a propos passives Index-Investment: Das BCDI-Zertifikat setzt bekanntlich auf einen besonders defensiven Aktienindex. Denn der BCDI hat seit seiner Auflegung die großen Indizes wie Dax und Dow Jones klar abgehängt. 

Das lässt sich genau beziffern. Nehmen wir den Zeitraum 30.6.2014 (Auflegung des BCDI-Zertifikats) bis 30.4.2016. In dieser Zeitspanne legte der Dow Jones 5,6% zu, der Dax bescheidene 2,1% und der BCDI exakt +35,3%. Das spricht doch für sich.

Ihr 

Michael Vaupel
Redakteur
Börsen-Ausblick

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Von 8,93 auf 6,79 Euro
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