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Kolumne17:41 08.02.16

Börsenexperte und Autor Volker Meinel

Nur kurze Zeit die Nummer 1

Für zwei Tage war Alphabet (mit Google als wichtigstem Ertragspfeiler) vergangene Woche die teuerste Firma der US-Börse: Der abrupte Kursanstieg nach den Quartalszahlen am vergangenen Dienstag hatte den Aktienkurs von 750 auf 790 Dollar nach oben katapultiert. Alphabet war mit 560 Milliarden Dollar die am höchsten bewertete Firma, noch vor Apple (mit 530 Milliarden Dollar). Vor sechs Jahren war Alphabet bereits einmal für kurze Zeit höher bewertet als Apple. 
 

Allerdings setzten in der zweiten Wochenhälfte Gewinnmitnahmen ein, der Aktienkurs von Alphabet fiel wieder auf das Ausgangsniveau um 700 Dollar und die Bewertung glitt auf unter 500 Milliarden Dollar zurück. Diese Position als Nummer 2 erscheint vorläufig nicht gefährdet - die Nummer 3, Microsoft, kommt auf 410 Milliarden Dollar, Exxon Mobil als erster Nicht-Technologiewert auf 330 Milliarden und Facebook auf 320 Milliarden Dollar. Für die „alten“ Vertreter aus dem Technologieumfeld müsste man in den Rankings noch viel weiter nach hinten gehen: Oracle, Hersteller von Datenbanken und Firmensoftware, steht bei 150 Milliarden. IBM, einst der größte Computerkonzern der Welt und jetzt im Software- und Servicegeschäft, bringt noch 120 Milliarden auf die Waage. HPE, der abgespaltene Firmenbereich von HP, ist am Markt 23 Milliarden wert und HPQ, der abgespaltene Printer- und PC-Bereich von HP, kommt gerade noch auf 17 Milliarden. 
 

Es ist leichter, nach oben zu kommen, als oben zu bleiben bei solchen Rankings. Alphabet ist ein weiterer Beleg für diese alte Erkenntnis, wie die kurze Episode vergangene Woche zeigte. Der Kurs war stark gestiegen, weil die Investoren dem gestiegenen Gewinn und die höhere Marge im Kerngeschäft mit Suchmaschinen-Werbung, Youtube und dem Android-Smartphone-Betriebssystem applaudierten. Der scharfe Kursrückgang verschärfte sich noch weiter, als Alphabet bekannt gab, daß der Chef des Suchmaschinengeschäfts die Firma verlassen und durch einen internen Nachfolger ersetzt würde.
 

Nach dem Kursplus von über 40 Prozent seit Juli 2015 sieht man bei Alphabet eine gesunde Konsolidierung. Diese dürfte zwar so rasch keine neuen Spitzenkurse bringen, aber für Trader bietet sich das ideale Umfeld: Ein hoch liquider, weltweit geschätzter Basiswert und unzählige attraktive Hebel- und Anlageprodukte für beide Seiten. Und jene finden Trader genau hier.

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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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