Kolumne13:47 11.06.12
Nutzen Sie den Euro/US-Dollar für Ihre Anlagepolitik!
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
in Kundengesprächen merken wir immer wieder, sobald sich das Gesprächsthema auf Devisen und damit dem Währungspaar Euro/Dollar zubewegt, ist bei vielen Anlegern eine gewisse Aversion festzustellen. Schnell hört man, dass auf dem Währungsmarkt ja ohnehin nur die Profis unterwegs sind, hohe Schwankungen vorherrschen und nur kurzfristiges Trading dort erfolgversprechend sei.
Eine solche Argumentation ist nach all dem, was zum Währungsmarkt geschrieben und gesagt wurde nachvollziehbar, und jeder sollte für sich entscheiden, ob ihm der Handel mit Devisen liegt. Im Trendbrief ermuntern wir immer wieder, sich auch diese Märkte anzusehen, da sie oftmals tolle Trends herausbilden und damit gute Gewinnchancen eröffnen, während der Handel grundsätzlich nicht merklich schwieriger ist, wie beispielsweise Derivate-Geschäfte auf Dax-Aktien. Doch unabhängig davon, ob selbst Devisen gehandelt werden oder nicht, ein jeder sollte zumindest die Entwicklung des Euro/US-Dollar verfolgen sowie dessen Implikationen kennen. Denn verändernde Dollar-Kurse können auf viele Märkte einen großen Einfluss haben.
Grundsätzlich und grob formuliert gilt, dass sich ein steigender Euro tendenziell negativ auf Unternehmen hierzulande auswirkt, welche stark im Export involviert sind, da die Preise von entsprechenden Gütern auf dem Weltmarkt teurer werden. Sinkende Euro-Kurse sind im Gegenzug positiv für solche Unternehmen. Ähnlich ist es beim Greenback. Eine sinkende US-Valuta (und damit ein steigender Euro/US-Dollar) wirkt sich positiv auf entsprechende US-Unternehmen aus. Auch Aktien wie McDonalds oder Procter&Gamble profitieren grundsätzlich von fallenden US-Dollar-Kursen, da diese einen Großteil ihrer Erlöse im Ausland erzielen. In Zeiten haussierender Dollar-Notierungen dürften sich daher tendenziell national operierende US-Unternehmen und damit in der Regel kleinere Firmen relativ betrachtet besser entwickeln.
Besonders engmaschig sollten Sie den Dollar auch dann verfolgen, falls Sie Aktien von Unternehmen besitzen, die eine große Nachfrage nach Rohstoffen haben. Da sämtliche Commodities in US-Dollar fakturiert werden, verteuert ein steigender Dollar beispielsweise für ein Deutsches Unternehmen den Bezug von Rohstoffen. Tendenziell dürfte sich dies dann auch belastend auf den Aktienkurs auswirken. Deshalb:
Haben Sie stets einen Blick auf den Euro/Dollar, auch wenn Sie ihn nicht direkt handeln. Wenn Sie dann auch noch Timing-Instrumente anwenden (wie wir es im Trendbrief machen), wissen Sie stets bescheid, in welche übergeordnete Richtung sich das Devisenpaar Euro/Dollar wahrscheinlich entwickelt und können frühzeitig Schlüsse auf ihre Anlagen ziehen.
Und auch für Autofahrer kann dieses Wissen nützlich sein. Denn ein fallender Dollar bedeutet für uns Europäer auch niedrigere Preise für Rohöl und damit grundsätzlich auch niedrigere Benzinpreise…wenn Sie regelmäßig informiert werden wollen, wohin sich der Euro/US-Dollar bewegt, dann werfen Sie einmal einen Blick in unseren Trendbrief, in dem wir das Währungspaar sehr häufig besprechen.
Hier 14 Tage lang kostenlos! Beste Grüße,
Ihr
Tobias Pichler
Redakteur
Trendbrief