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Kolumne09:51 07.06.12

Börsenexperte, Experte und Author Stefano Angioni
Öl: Nur ein Zwischentief beim schwarzen Gold?

Aktuell zeigt sich einmal mehr, wie sehr der Ölpreis von der weltweiten Konjunktur abhängt. Dabei überlagern die gesenkten Nachfrageerwartungen sogar die geopolitischen Aspekte, die zu Jahresbeginn zu einem steigenden Ölpreis geführt haben. Der Atomstreit mit Iran und der bevorstehende Boykott des iranischen Öls durch die EU und die USA scheinen beispielsweise im Hinblick auf die gestiegenen Risiken für die Weltwirtschaft derzeit in den Hintergrund getreten zu sein. Allerdings dürfte uns in der zweiten Jahreshälfte ein Comeback des Rohöls erwarten. Hierfür sprechen einige Gründe wie eine stabile weltweite Konjunktur und damit auch Ölnachfrage, eine saisonal höhere Nachfrage für Öl in Q3 und Q4 sowie der weiterhin schwelende Atomstreit mit dem Iran. 

 

Die neuerliche Verschärfung der Eurokrise sorgte für eine erhöhte Unsicherheit bei den Anlegern und damit auch gleichzeitig für eine Flucht aus scheinbar riskanten Investments wie Aktien oder Rohöl. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kostet mittlerweile nur noch etwas mehr als 80 US-Dollar und fiel in der Zwischenzeit sogar auf ein neues 8-Monats-Tief. Auch bei der Nordsee-Sorte Brent ging es mit dem Preis steil bergab. Hierbei wurde sogar zwischenzeitlich ein neues 16-Monats-Tief markiert.

 

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Dabei hat vor allem die verschlechterte Lage in Spanien für eine Zuspitzung der Eurokrise gesorgt. Es ist allerdings nicht nur die Eurokrise, die das Wachstum der Weltwirtschaft und damit auch die Nachfrage nach Öl negativ beeinflusst hat. Auch die schlechter werdenden Wirtschaftsindikatoren aus den USA und China spielen eine Rolle. Außerdem sorgt ein starker US-Dollar dafür, dass sich die Rohölkäufe aus Nicht-US-Dollar-Staaten extrem verteuert haben. Denn der größte Teil des weltweiten Handels wird in der US-Währung abgewickelt. Aufgrund der Eurokrise hat der Greenback deutlich an Wert zugelegt und als ein so genannter „sicherer Hafen“ bei den Investoren an Attraktivität gewonnen.    

Trotz des aktuellen Rückgangs beim Ölpreis wird bei DZ BANK Research ein Rohöl-Comeback im Laufe der zweiten Jahreshälfte erwartet. Mit anziehender saisonaler und konjunktureller Nachfrage sollte auch der Ölpreis wieder ansteigen, denn das zweite Quartal ist traditionell das nachfrageschwächste Quartal.

Daneben dürften viele Marktteilnehmer derzeit die „Iran-Risikoprämie“ etwas zu niedrig ansetzen, denn die Iran-Exporte werden weiter sinken (aufgrund des Inkrafttretens europäischer und nordamerikanischer Sanktionen), womit die OPEC-Reservekapazität stärker ausgeschöpft werden wird und der Preis im Laufe der zweiten Jahreshälfte wieder in Richtung 120 US-Dollar wandern sollte.

Ein weiterer Grund für eine Erholung beim Ölpreis liegt darin, dass sich die weltweite Konjunktur trotz der europäischen Probleme nicht zu sehr eintrüben dürfte, womit wir auch weiterhin eine recht stabile Nachfrage nach Rohöl sehen sollten. DZ BANK Research erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum der Weltkonjunktur von 3,3 Prozent. Denn trotz einiger rückläufiger Indikatoren weisen Länder wie China, die USA, aber vor allem ein großer Teil der Schwellenländer robuste Wirtschaftswachstumszahlen auf.

Als Anleger haben Sie nun die Möglichkeit, in Form eines währungsgesicherten Quanto Bonuszertifikat mit Cap auf den Brent Crude Oil Future (WKN: DZ9LW0) von einem steigenden Preis des „schwarzen Goldes“ zu profitieren. Das Produkt verfügt derzeit über eine Sicherheitsbarriere bei 70 USD - und damit über einen Puffer von rund 30% - und ist mit einer jährlichen Bonusrendite von 12,6% sehr attraktiv.


Stand 06.06.2012

 

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