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Kolumne13:15 01.03.16

Börsenexperte und Autor Gerhard Mahler

Ölige Aktientendenz

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

in diesen Tagen bestimmt der Erdölpreis die Aktientendenz. Die Börsianer hoffen dabei Anhaltspunkte für die Entwicklung der Konjunktur zu finden. Das Öl liefert allerdings kaum Erhellendes dazu. Denn der Preis des „schwarzen Goldes“ resultiert aus dem undurchsichtigen Kampf um die Marktanteile. Und der findet mittels Überangebot aus allen Rohren statt. Seit die USA dank neuerer Methoden (fracking) zum weltgrößten Produzenten aufgestiegen sind, fördern die Opec-Staaten, Russland und andere auf Öl-Devisen dringend angewiesene Länder den Rohstoff im Akkord. Sämtlich Versuche, die Fördermengen zu kürzen und die Preise somit zu liften, sind bislang gescheitert oder sie sind das Ergebnis der rutschigen Gerüchteküche. Preise um 30 Dollar reichen jedenfalls nicht aus, um den ölabhängigen Ländern den Staatshaushalt zu finanzieren. Selbst Aktienverkäufe müssen dafür herhalten.

Marktanteile durch Überangebot

Und so wird versucht, mittels größerer Ölmengen mehr Geld einzunehmen. Erste Opfer des Preiskrieges sind eine ganze Reihe amerikanischer Firmen. Bohrlöcher werden stillgelegt. Und jüngst berichten die Medien, dass auf die teurer arbeitenden US-Ölbohrer -und die Service-Industrie eine Pleitewelle zurollt. Was wiederum die Kredite vergebenden Banken in Mitleidenschaft zieht. Von bankrotten Staaten wollen wir gar nicht erst reden. Doch vielerorts sind die Kassen leer: Siehe Venezuela, weshalb die Benzinpreise dort erhöht werden. Als Konjunktur-Barometer kommen die Ölpreise zurzeit nur bedingt in Betracht. Mehr Aufschluss über die Weltwirtschaft liefern die einschlägigen Indikatoren. Und die sind zuletzt fast kontinuierlich rückläufig gewesen, wobei der KFT hier nicht den Spielverderber macht. Vielleicht handelt es sich nur um eine Delle mit sodann besseren Botschaften im Frühjahr.

Öl-Schaukel und Börsenkurse

Andererseits: Falls der Rohölpreis in den nächsten zwei Jahren tatsächlich deutlich steigen sollte, wie dies zurzeit kolportiert wird, gibt das für die Haussiers ein großes Fest mit Ölaktien und der Sparte Service-Unternehmen, die man vornehmlich an der Wall Street findet und deren Kurse jetzt praktisch am Boden liegen. Vorerst überwiegen jedoch jene Vorhersagen, die das Öl bei 20 Dollar pro Fass sehen. Den Anfang damit machten US-Investmentbanken im Herbst 2015. Zieht man die Charts zu Rate, so sieht man den steilen zweijährigen Abwärtstrend, der jetzt in eine Dreieck ähnliche Formation mündet. Deren Tiefpunkte liegen bei 26 Dollar für die amerikanische Sorte „WTI“ und bei 28 Dollar für die europäische Sorte „Brent“. Die Fixpunkte aufwärts stehen im Bereich 36 bis 40 Dollar als entscheidendem Widerstand. Es sieht danach aus, als ob der Preis sich in dieser Zone einpendelt und die Aktienmärkte von der Öl-Schaukel per saldo weniger Notiz nehmen werden.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

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Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

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Platz: 30
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