Dax 10681.5 -0.03%
MDax 20729.0 -0.06%
TecDax 1702.5 -0.09%
BCDI 128.43 0.00%
Dow Jones 19216.24 0.24%
Nasdaq 4780.42 0.09%
EuroStoxx 3049.5 -0.38%
Bund-Future 160.67 0.14%

Kolumne09:54 11.05.16

Börsenexperte und Autor Gerhard Mahler

Orientierung gefragt

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

insgesamt wird gut verdient, wie die gegenwärtig auf den Hauptversammlungen verkündeten üppigen Dividenden in Deutschland zeigen. Die beziehen sich auf das abgelaufene Geschäftsjahr. Doch bekanntlich honoriert die Börse in erster Linie fundierte optimistische Meldungen die Zukunft betreffend. Stagnierende oder rückläufige Umsätze und Gewinne haben niedrigere Kurse zur Folge. Und da bietet die aktuelle Berichtssaison keine große Hilfe. Selbst die lockere und ultralockere Geldpolitik jenseits und diesseits des Atlantiks kann daran nichts ändern. Um den Märkten mehr Schwung zu verleihen, müsste das Vertrauen in die Weltwirtschaft größer sein. Die Aktienbörsen deshalb aber abzuschreiben oder links liegen zu lassen, wäre ein Fehler. Die derzeitige Flaute geht vorüber. Um keine Unruhe zu stiften, zögert die US-Notenbank mit Leitzinserhöhungen.

Höhere Zinsen derzeit kein Thema

Dass im Juni bereits ein zweiter kleiner „Zinsschritt“ erfolgt, gilt als unwahrscheinlich. Ein solcher würde auch nicht in den Sommer passen. Denn die Konjunktur schaltet da meist einen Gang zurück. Insgesamt aber sollte die US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen bessere Daten liefern, als nur 0,5% Wachstum wie für das erste Quartal. Zurzeit stellt sich die Eurozone trotz der vielen ungelösten Probleme „mit robusteren Kennzahlen ein wenig besser“, wie es offiziell heißt. Diese Kombination beflügelt zumindest zeitweise den Euro zum Dollar. Es bahnt sich eine Art Verschiebung an. Tendenziell profitieren die amerikanischen Börsen vom steigenden und damit etwas teureren Euro, sodass für amerikanische Konzerne aus Konkurrenzsicht der Dollar günstiger wird, was den großen internationalen Standardaktien zugute kommt. Jedoch sind beim Eurokurs neben dem fundamentalen Hintergrund stets auch die politischen Risiken zu beachten.

Akteure unentschlossen

Für die Aktientendenz wichtig bleibt der Preis für das Rohöl, allerdings mit nachlassender Wirkung und schwindender Logik. Die Gleichung „fester Ölpreis ist gleich feste Aktientendenz“ trifft nurmehr teilweise zu. Die herrschende Meinung kippt ein wenig. Jetzt heißt es unter Experten schon: Wenn das Öl zu teuer wird, das schadet der konsumgetragenen Wirtschaft. Jedenfalls existieren zurzeit eine Reihe von Abhängigkeiten, deren Gewicht öfters wechselt. Entsprechend unentschlossen sind die Akteure. Dennoch ist die Stimmung der professionellen amerikanischen Investmentprofis erstaunlich optimistisch, auch dank reichlich vorhandener Liquidität. In Europa und Deutschland ist man traditionell etwas skeptischer, wie man weiß. Die Mehrheit hält sich im neutralen Lager auf und wartet auf Signale. Übrigens ist der Mai als Börsenmonat mit einem Minus von im Schnitt unter 1% beim Dow Jones nicht gar so schlecht wie sein Ruf. Lesen Sie unten mehr zur technischen Situation der Märkte und den Chancen.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader


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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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