Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
nun ist es soweit: Griechenland bekommt seinen Schuldenschnitt von bis zu 60%, der Euro-Rettungsfonds EFSF wird weiter ausgeweitet und Banken werden re-kapitalisiert. Oder? Beim gestrigen Treffen ist jedenfalls nichts herausgekommen. Es herrscht Show-Down-Stimmung: In den kommenden Tagen werden von unseren Politikern Entscheidungen erwartet, welche die Euro-Krise ein für allemal beenden könnten – oder alles noch wesentlich schlimmer machen!
Vielleicht war das gespannte Warten auf diese Entscheidung mit dafür verantwortlich, das sich der Euro vergangene Woche in einem Rechteck von 1,3650 bis 1,3900 bewegte.
Unser Divergenzindikator (DI) misst mittels bullischer, bärischer und neutraler Zone auf dem Vier-Stunden-Chart die Richtung und Stärke des längerfristigen Trends - auf Basis der Divergenz zwischen den täglichen Gleitenden Durchschnitte (GDs) 200 und 100. Obwohl sich dieser DI beim Euro – US-Dollar (EUR/USD) weiter in die neutrale Zone vorarbeitet, deutet das Abflachen der Kurve einen Richtungswechsel an. Falls sich der Euro weiter erholt, wird es jedoch noch ein paar Tage benötigen, um den DI wieder in die bullische Zone zu hieven. Bis dahin steht dann mit einer Überkreuzung des GD50 vom GD200 ein weiteres bullisches Signal an. Hier heißt es für die kommende Woche zunächst noch abwarten – in Anbetracht der vergangenen und noch bevorstehenden Euro-Gipfel gar keine so schlechte Idee.

Gegen den japanischen Yen hat sich der Euro vergangene Woche ebenfalls seitwärts bewegt. Der EUR/JPY hat seit dem Erreichen des Jahrestiefes von 100,75 über 500 Pips zugelegt und sich kurzzeitig beinahe bis 108,00 hochgearbeitet. Auch hier nähert sich der GD50 dem GD200. Der DI ist jedoch nach wie vor bärisch und das Paar hat sich in einer Dreiecks-Kursfalle gefangen. Ein bestätigter Ausbruch unter 105,00 würde ein neues Verkaufssignal auslösen – solange der DI sich noch im bärischen Modus befindet.

Das einzige weitere Währungspaar, welches sich laut DI zurzeit nicht im neutralen Modus befindet, ist der Australische Dollar im Vergleich zum US-Dollar (AUD/USD). Wir sind hier nach wie vor in einer Hausse und haben seit dem Jahrestief Anfang Oktober etwa 1.000 Pips zugelegt! Ein wahrer Renner! Als zusätzliche Bestätigung des Aufwärtstrends hat nun auch der GD50 den GD200 bullisch überkreuzt.
Ein bullischer Ausbruch aus dem aufsteigenden Dreieck würde ein neues höheres Hoch etablieren. Falls Sie nicht bereits den GD50 als Einstieg genutzt haben, wäre dies eine weitere Gelegenheit, zu Beginn der Woche in diesem Paar auf der Long-Seite aktiv zu werden.

Zum Schluss noch einmal ein Wort der Vorsicht:
Die anstehenden Verhandlungen der Euro-Politiker zur Rettung Griechenlands – und des Euros – können im Laufe der Woche zu Turbulenzen auf den Märkten führen. Eine Einigung der Staatsmänner kann keineswegs vorausgesetzt werden. Vergeigen die Politiker die Euro-Rettung, könnte ein ähnliches Drama an den Märkten die Folge sein wie nach der Lehman-Pleite von 2008. Bitte seien Sie vorsichtig! Doch:
So lange Sie mit Hilfe des DI einen kühlen Kopf bewahren, können Sie auch diese Herausforderung meistern!
Happy Trading!
Ihr
Sven Brand
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| Wert | Aktuell | % |
|---|---|---|
| DAX | 6.363,50 | 0,88 |
| MDAX | 10.231,52 | 0,00 |
| TecDAX | 762,00 | 1,32 |
| EURO STOXX 50 | 2.168,70 | 0,56 |
| Dow Jones Industrial | 12.556,00 | 0,11 |
| Nasdaq 100 | 2.544,70 | 0,52 |
| Gold | 1.561,10 | 0,05 |
| Silber | 28,29 | 0,31 |
| Rohöl (WTI) | 90,84 | -0,16 |
| Euro/Dollar | 1,2560 | 0,23 |
| Bund-Future | 143,77 | -0,15 |