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Kolumne09:32 20.04.16

Börsenexperte und Autor Nicolai Tietze

Rohöl: Aufgeben gilt nicht!

Wichtige Ölförderer konnten sich nicht auf eine Deckelung der Produktion einigen. Trotzdem muss das nicht heißen, dass die Rohölnotierungen auf ewig auf ihrem niedrigen Niveau verharren müssen.

 

Diesem Treffen hatten Rohstoffinvestoren weltweit lange Zeit entgegengefiebert. Am 17. April hatten sich wichtige Ölförderer in Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, getroffen, um über ein Einfrieren der Produktionsmengen auf dem Januar-Niveau zu diskutieren. Schließlich haben viele Staaten angesichts niedriger Rohölpreise und schwindender Einnahmen Schwierigkeiten damit, ihre Haushalte zusammenzuhalten. Ein wichtiger Grund für die seit Mitte 2014 gefallenen Preise war nun einmal das hohe Angebot, das die Nachfrage überstieg und damit die Preise unter Druck geraten lies.

 

So hoch die Erwartungen an das Treffen zwischen Mitgliedern der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und Nicht-OPEC-Staaten auch waren, so groß war die Enttäuschung, als eine Einigung auf eine Deckelung der Produktion ausblieb. Ein wichtiger Grund für das Scheitern war der Umstand, dass Iran gerade seine Produktion hochfährt und erst einmal nicht an eine Deckelung denkt, nachdem das Land viele Jahre aufgrund von Sanktionen von einigen Ölmärkten ausgeschlossen war. Die Rohölnotierungen reagierten mit teilweise deutlichen Preisrückgängen auf die Nachrichten aus Doha. Weder die US-Sorte WTI noch die Nordseesorte Brent wurde verschont. Damit wurde auch die Erholungsrallye bei den Rohölpreisen unterbrochen, die in den vergangenen Wochen vor allem durch die Aussicht auf eine preisstützende Deckelung der Ölproduktion angetrieben wurde.

 

Trotz enttäuschender Nachrichten für die Ölpreis-Bullen aus Katar, müssen sie die Hoffnungen auf eine Erholung der Notierungen nicht endgültig begraben. Schließlich könnte die US-Ölproduktion 2016 zurückgehen, nachdem sie aufgrund des Siegeszuges der so genannten Fracking-Technologie in den vergangenen Jahren geradezu geboomt hatte. Der Ölindustrie-Dienstleister Baker Hughes meldete am 15. April, dass die Zahl der Ölbohrungen in den USA zuletzt auf 351 gefallen sei und damit den niedrigsten Stand seit November 2009 erreicht habe. Während Ölpreis-Bullen also auf eine sinkende US-Produktion hoffen können, werden auch die anderen wichtigen Ölförderer weiter in Kontakt bleiben. Neue Treffen zur Diskussion von Produktionsdeckelungen könnten im Sommer dieses Jahres folgen.

 

Neben den Hoffnungen der Ölpreis-Bullen, dass das Angebot des schwarzen Goldes allmählich zurückgehen könnte, bietet sich möglicherweise auch auf der Nachfrageseite eine Chance. Laut Angaben der Pekinger Statistikbehörde vom 15. April wuchs die chinesische Wirtschaft im ersten Quartal 2016 um 6,7 Prozent. Damit geht das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zwar weiter zurück. Allerdings scheint die Landung weniger hart auszufallen, als man es an den weltweiten Finanzmärkten zu Jahresbeginn befürchtet hatte. Positive Konjunkturmeldungen sorgen wiederum für die Aussicht auf eine höhere Ölnachfrage und damit einen schnelleren Abbau der Überkapazitäten.

 

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DT4BRT) mit dem Hebel (Faktor) von 4 auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher Short orientiert ist und auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DT4BST) mit dem Hebel (Faktor) 4 die Gelegenheit dazu.

 

Stand: 18.04.2016

 

© Deutsche Bank AG 2016

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