Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
in den vergangenen Ausgaben des Trend-Ausblicks hatten wir auf einige Rohstoffmärkte hingewiesen, die sich auf mittelfristige Sicht tendenziell nach oben hin entwickeln sollten. Vor allem für die beiden Edelmetalle Gold und Silber sowie den Ölpreis der Nordseesorte Brent waren wir positiv gestimmt. Wenngleich wir unsere positive Einschätzung für diese Märkte aufrecht erhalten, darf dies nicht über die zurzeit diffuse Gemengelage am Rohstoffmarkt hinwegtäuschen.
Denn ein einheitlicher Trend bei den Commodities, wie er in der Vergangenheit häufiger der Fall war, lässt sich zurzeit nicht erkennen: Einige Märkte weisen starke Hausse-Trends auf, während andere in stabilen Abwärtstrends verharren. Trendfolger im Rohstoffsegment müssen bei Dispositionen daher selektiv vorgehen und gegebenenfalls Long- und Short-Strategien fahren.
Die nachfolgende Grafik, die regelmäßiger Bestandteil unseres E-Mail-Service
Trendbrief am Mittag ist, illustriert die zurzeit vorherrschende Trendlage an den Märkten. Blau umrahmt sind die aktuellen Rohstofftrends. De facto notieren momentan tatsächlich im Aufwärtstrend nur der Ölpreis (aktueller Gewinn für Trendbrief-Abonnenten: +57%) mit einem Abstand von 8% zur 200-Tage-Linie sowie der Goldpreis mit einer Positiv-Differenz von 3%.

Sämtliche anderen Märkte befinden sich in Abwärtstrends. Für Silber (-5% bis zum GD200) zeigten wir uns zuletzt zwar bullish, was allerdings vor allem an der konstruktiven Chart-Situation lag. Den Kupferpreis gilt es in diesen Tagen aufmerksam zu verfolgen, da hier aufgrund des marginalen Abstands von 2% zum langfristigen Gleitenden Durchschnitt es sehr schnell zu einem großen Trendwechsel kommen kann. Auch Palladium und Platin sind mit 3% Abstand in Schlagdistanz zum maßgeblichen Durchschnitt. Nickel, Aluminium und Zucker befinden sich indes in hartnäckigen Baisse-Trends, sodass hier neue Verlauftiefs wahrscheinlich sind.
Besonders massiv im Abwärtstrend notieren Blei und Kaffee, sodass diese von Trendfolger bevorzugt gesucht wurden. So konnten Anleger, die sich konsequent an der Trend&Money-Strategie aus dem
Trendbrief orientieren, mit den beiden Basiswerten theoretisch Profite von bis zu 128% und 283% einfahren.
Der Rohstoffmarkt zeigt sich zurzeit also mit zwei Gesichtern, sodass Rohstoff-Investoren sowohl die Long- wie die Short-Karte spielen sollten. Angesichts der klaren Trends bei den meisten Commodities, die sich vermutlich allesamt noch ein gutes Stück fortsetzen, bieten sich hier für Trendfolger allerdings exzellente Verdienstmöglichkeiten. Nutzen Sie diese!
Mit bester Empfehlung,
Ihr
Tobias Pichler