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Kolumne10:31 13.06.11

Börsenexperte, Experte und Author Christoph A. Scherbaum
Ruhiger Feiertagshandel, DAX kommt nicht vom Fleck

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

angesichts des Pfingstmontags halten sich die Anleger mehrheitlich zurück. Typisch für einen Feiertagshandel bleiben Umsätze und Kursbewegungen die Ausnahme. Der DAX konnte zu Handelsbeginn mit einem leichten Plus aufwarten. Am Vormittag kann der Trend jedoch nicht eindeutig verfestigt werden. Charttechnisch bleiben die wichtigsten Unterstützungsmarken bei 7.035 und 6.995 Punkten weiterhin intakt. Sollte der Sprung über die 7.100er Marke gelingen, wird neues Kurspotential erschlossen, wobei zunächst noch das Gap bei 7.194 Zählern zu schließen ist. Darüber wäre dann der Weg bis 7.250 Punkte frei.

Schaut man auf die Gewinner und Verlierer im DAX fällt am Indexende Henkel auf. Der Konsumgüterkonzern notiert mit deutlichen Abschlägen, nachdem Morgan Stanley die Aktie von „Equal Weight“ auf „Underweight“ herabgestuft hat. Auf der Gewinnerseite ist der Sportartikelhersteller adidas von Interesse. Konzernchef Herbert Hainer will laut einem Zeitungsinterview das Outdoor-Geschäft massiv ausbauen. Die Sparte erzielt derzeit einen Umsatz von rund 200 Mio. Euro und soll 2015 rund 500 Mio. Euro Umsatz erreichen, so Hainer.

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Das Thema Euro-Krise und Griechenland beherrschte auch das Wochenende über die Schlagzeilen, ohne jedoch handfestes Neuigkeiten hervorzubringen. Commerzbank-Chef Blessing warnte in einem Interview davor, private Gläubiger an der Lösung der griechischen Schuldenkrise zu beteiligen. Dagegen hat sich der Luxemburger Ministerpräsident und Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, für eine sanfte, freiwillige Umschuldung in Griechenland ausgesprochen. Eine Lösung bleibt also weiterhin nicht in Sicht, womit die Unsicherheit rund um den Euro weiter anhalten wird.

Auf der Konjunkturseite bleibt es zum Wochenauftakt ruhig. Erst am Dienstagmittag stehen mit den US-Erzeugerpreisen (Mai) und den Einzelhandelsumsätzen (Mai) bedeutenden Daten auf der Agenda. Zudem werden im US-Handelsverlauf noch die Lagerbestände (April) veröffentlicht.

Am Mittwoch schließlich werden aus Frankreich die Verbraucherpreise (Mai) gemeldet. Zudem stehen die April-Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone auf der Agenda. In den USA werden ebenfalls die Verbraucherpreise (Mai) veröffentlicht. Dabei wird mit einem leichten Anstieg der Inflationsentwicklung auf 3,3 Prozent gerechnet. Daneben stehen der Empire State Manufacturing Index (Juni), die Daten zur Industrieproduktion (Mai) sowie der NAHB Wohnungsmarktindex (Juni) auf der Agenda.

Deutlich spannender wird der Donnerstag verlaufen. Dann werden der neue EZB-Monatsbericht, die Verbraucherpreisentwicklung (Mai) sowie die Zahl der Erwerbstätigen (1. Quartal) in der Eurozone veröffentlicht. Aus den USA folgen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Leistungsbilanz (1. Quartal), die Baubeginne (Mai), die Baugenehmigungen (Mai) sowie der Philly-Fed-Index (Juni).

Zum Wochenschluss wiederum wird es deutlich ruhiger werden. Dann wird die Handelsbilanz der Eurozone (April) vorgelegt. Aus den USA folgen dann am Nachmittag noch das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (Juni) sowie die Frühindikatoren (Mai).

In diesem Sinne, noch einen erfolgreichen Börsentag
Ihr

Christoph Scherbaum

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