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Kolumne10:00 12.05.16

Börsenexperte und Autor Christoph Kraus

Sanofi: Bewährte Strategie

Der französische Pharmakonzern Sanofi hatte im Auftaktquartal 2016 mit anhaltendem Preisdruck im US-Diabetes-Geschäft zu kämpfen. Allerdings stehen im zweiten Halbjahr klinische Daten und Markteinführungen wichtiger Medikamente an. Sie sollten die Aktie wieder beflügeln.

 

Ein Hoffnungsträger ist aus Sicht unserer DZ BANK Analysten der neuartige Fettsenker PRALUENT. Eine Zwischenanalyse der entscheidenden klinischen Studie für das Mittel verlief positiv – eine weitere und möglicherweise entscheidende Auswertung sollte noch in diesem Jahr erfolgen. Besonders große Hoffnungen setzt Sanofi jedoch in seine hundertprozentige Tochter Genzyme. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Cambridge, Massachusetts (USA) gehört zu den weltweit führenden Biotechnologie-Konzernen. Es ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Zahlreiche Präparate befinden sich bereits in sehr weit fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsstufen. Dort konzentriert man sich auf seltene Erkrankungen und Multiple Sklerose (MS). Weitere Wachstumsimpulse könnte eine mögliche Übernahme des US-Krebsspezialisten Medivation liefern.

 

Wie wichtig neue Umsatz- und Gewinnbringer wären, zeigte sich im ersten Quartal 2016. Der Währungsverfall in Venezuela, eine geänderte Verbuchung der Umsätze der Impfstoff-Logistiksparte VaxServe und rückläufige Erlöse der Diabetes-Sparte sorgten dafür, dass Sanofi einen Rückgang der Umsätze um 1,9 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro ausweisen musste, während der Markt von konstanten Umsätzen bzw. einem Umsatz von 8,7 Mrd. Euro ausgegangen war. Dagegen konnte der bereinigte Gewinn je Aktie dank Einsparungen und einer günstigeren Steuerquote leicht gesteigert werden. Selbst die höheren Ausgaben für Forschung & Entwicklung wurden damit mehr als ausgeglichen. Gleichzeitig sorgen solche Investitionen für positive Wachstumsaussichten.

 

Schwierigkeiten machte Sanofi zu Jahresbeginn erneut das Diabetes-Geschäft in den USA. Dort muss das Unternehmen im Bereich des staatlichen Medicaid-Systems hohe Rabatte gewähren. Dafür zeigte sich Genzyme erneut stark. Die währungsbereinigten Erlöse kletterten um 20,5 Prozent. Haupttreiber waren die MS-Medikamente AUBAGIO und LEMTRADA. Innerhalb der Sparte Tiermedizin sorgten wiederum neue Medikamente wie das Anti-Floh-Mittel NexGard für reges Wachstum.

 

Während das erste Quartal in etwa im Rahmen der Erwartungen ausgefallen ist, wird es in der zweiten Jahreshälfte richtig spannend. Dabei blickt Sanofi auf spannende klinische Daten und Markteinführungen wichtiger Medikamente. Außerdem wurden die Jahresziele bestätigt. Sanofi erwartet, dass der bereinigte Gewinn je Aktie im laufenden Jahr stabil bleibt. Aus diesem Grund haben unsere DZ BANK Analysten die „Kaufen“-Einstufung für die Sanofi-Aktie bestätigt, während der faire Wert aufgrund des durchwachsenen Jahresauftakts leicht von 90,00 auf 88,00 Euro gesenkt wurde.

 

Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung und die fundamentale Analyse des Unternehmens Sanofi könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment ein Bonuszertifikat mit Cap der DZ BANK (WKN DGD0XN) auf die Aktie des Pharmakonzerns anbieten. Die Endlaufzeit des Bonuszertifikats ist der 23.12.2016 (Fälligkeitstag), während der Cap bei 85,00 Euro liegt und das Bonuszertifikat mit einer Barriere bei 57,50 Euro ausgestattet ist. Der Puffer beträgt damit aktuell knapp 18 Prozent. Wenn die Barriere nicht gerissen wird, werden dem Anleger 85,00 Euro ausgezahlt. Bei einem aktuellen Kaufkurs von 76,59 Euro würde dies einer maximalen Rendite von rund 19 Prozent p.a. entsprechen. Die Rückzahlung ist in jedem Fall auf den Höchstbetrag (Cap) begrenzt.
 

Sollte sich die Markterwartung nicht erfüllen und der Kurs der Sanofi-Aktie an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit auf oder unter der Barriere notieren, verliert der Anleger den Anspruch, den Bonusbetrag zu erhalten. Sollte die Barriere gerissen werden, entspricht der Auszahlungsbetrag dem Schlusskurs der Sanofi-Aktie am Bewertungstag (16.12.2016; Referenzpreis), maximal jedoch dem Cap. Einen Verlust erleidet der Anleger, wenn der Rückzahlungsbetrag niedriger als der gezahlte Kaufpreis ist.

 

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Stand 11.05.2016

 

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