Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
in der vergangenen Woche konnten Spanien und Frankreich wieder einmal erfolgreich Staatsanleihen an den Mann bringen – und zwar mit sinkenden Risikoaufschlägen. Konjunkturdaten aus China, den USA und Deutschland lassen Anleger neuen Mut fassen, denn die Wirtschaft scheint wesentlich schneller zu genesen als noch vor wenigen Wochen gedacht. Diese ungewohnt positiven Veröffentlichungen ließen die zahlreichen Abstufungen von Seiten der Rating-Agenturen in den Hintergrund treten:
Nach dem Etablieren eines 17-Monat-Tiefs gönnte sich die Einheitswährung in der vergangenen Woche wiedermal eine kleine Verschnaufpause. Tatsächlich konnte der EUR/USD vom Eröffnungskurs der Woche bei 1,2625 bis zum Wechselschluss bei 1,2933 runde 300 Pips zulegen. Dabei brach unser Sorgenkind nicht nur die Abwärtstrendline, sondern auch den nächsten Widerstand bei 1,2874. Gegen Ende der Woche klopfte der Kurs an der 1,3000-Marke an, bevor am Freitag wohl Gewinnmitnahmen dafür verantwortlich waren, dass der Euro von dieser Marke wieder etwas abrutschte. Somit kletterte das bärische Kursziel für die nächste Woche um einige 100 Pips nach oben zum Doppelten Boden bei 1,2624. Falls wir zu diesem Tief absacken, dürften eine Menge Bullen versuchen, den Kurs hoch zu treiben und nach dem „Double Bottom“ eine Trendwende herbeizuführen. Vorsichtiges Kursziel nach Oben ist nach dem Brechen der 1,3000 zunächst der Gleitende Durchschnitt (GD) 50 bei z.Z. 1,3110.

Die von uns für das euro-britische Paar in der letzten Woche angekündigte Trading-Range zwischen 0,8370 und 0,8220 hat tatsächlich gehalten. Das einen 12-Monats-Tiefststand markierende Tief im EUR/GBP bei 0,8220 gilt für die kommende Woche wieder als erstes Kursziel gen Süden. Reichlich Widerstand dürfte es vom Bereich 0.8370 bis zum GD50 bei z.Z. 0.8416 geben. Kurzzeitig wurde die seit November anhaltende Trendlinie überboten. Allerdings viel der Schlusskurs zum Freitag wieder unter diesen dynamischen Widerstand, und somit gilt die Trendlinie bisher nicht als gebrochen. Bricht der Kurs die Trendlinie erneut, ist mit einer Fortführung der Range zu rechnen. Wird dies nicht der Fall sein, gilt nach wie vor die nächste Unterstützungszone bei 0,8064 bis 0,8139 vom Juli 2007.

Nun wie versprochen eine kleine Einführung in eine Technik, welche es einem erlaubt, in einen schon etablierten Trend einzusteigen. Denn:
Forex gibt ihnen immer eine zweite Chance.
Der Grundgedanke hinter der Technik ist, dass sich ein Trend immer in sogenannten Wellen bewegt. Am Beispiel des unten abgebildeten, aktuellen EUR/USD-Chart ist dies ein Abwärtstrend. Das heißt hier also, dass der Trend aus einzelnen Abwärtsbewegungen (sogenannten Swings) besteht, auf welche ein Rückzieher folgt, bevor der nächste Swing den Trend fortsetzt und ein neues Tieferes Tief etabliert. Seit sich nach einer Seitwärtsbewegung zwischen Juni und September ein neuer Abwärtstrend etabliert hat, wurden auf dem Chart eine Anzahl roter Kästchen eingezeichnet. Diese Kästchen repräsentieren mögliche Einstiegspunkte für einen Short im etablierten Trend. Wer den Ausbruch und Beginn des Trends Anfang September verpasst hat, könnte also diese „Zweite-Chance-Einstiege“ nutzen, um von der Abwärtsbewegung zu profitieren.
Schießt der Kurs jedoch bei seinem Rückzieher über die Grenzen des roten Kästchens hinaus, kommen wir in den Bereich eines gelben Kästchens – sozusagen eine „No-Go-Area“. Hier wollen wir weder Short gehen – denn die Baisse könnte zumindest vorrübergehend unterbrochen worden sein. Allerdings wollen wir auch noch nicht Long gehen, da eine Trendwende noch nicht vollzogen und bestätigt ist.

Da die Technik den Rahmen eines Newsletters sprengt, wollen wir Sie hier ganz gemein auf die Folter spannen:
Wie genau diese Kästchen berechnet werden, erfahren Sie in den nächsten Ausgaben. In der Zwischenzeit können Sie sich schon mal mit der „Kastenoptik“ vertraut machen. Hier noch ein kleiner Tipp zum Rätselraten:
Die Kästchen haben etwas mit Fibonacci zu tun…
Vielleicht kommen Sie bis nächste Woche schon selber drauf, wie’s funktioniert?
Bis dahin
Happy Rätselraten!
Ihr
Sven Brand
P.S.: Im wöchentlich erscheinenden Newsletter „Devisen-Ausblick” erhalten Sie einen Überblick über die aktuelle Lage an den Devisenmärkten und wie Sie von den aktuellen Währungsschwankungen profitieren.
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