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Kolumne09:08 12.05.14

Börsenexperte und Autor Prof. Dr. Max Otte

Schnäppchen über Schnäppchen

Sehr geehrte Privatanleger,
 

die jetzige Weltlage ist wirklich beängstigend. Ich kann nur immer wieder schreiben: hoffen wir, dass sich der Flächenbrand nicht vergrößert. Meine beiden Professoren an der Princeton University, Robert Gilpin und Aaron Friedberg, haben beide über das Verhalten von absteigenden Hegemonialmächten geforscht. Das Ergebnis: absteigende Hegemonialmächte verteidigen ihre eigene Vormachtstellung und ihre Interessen immer Rücksichtsloser. Und am Ende steht meistens Krieg.
 

In den USA ist die „Hegemonic Stability Theory“ ein akzeptierter Bereich der politikwissenschaftlichen Forschung. Die Vertreter dieser Linie argumentieren, dass es eines Hegemon bedürfe, um die Weltordnung zu stabilisieren.
 

Zeiten solcher Instabilität sind auch Zeiten der Instabilität auf den Kapitalmärkten. Profis können in diesen Zeiten gut „fischen“, während Privatanleger, die solide Vermögen aufbauen wollen, wahrscheinlich durch die massive Instabilität verunsichert sind. Es ist eben sehr schwer, angesichts massiver Emotionen rational und betriebswirtschaftlich seine Kapitalanlagen auszuwählen.
 

Wir finden immer wieder Schnäppchen, wobei die bekannten Qualitätstitel wie Nestlé (WKN: A0Q4DC), Beiersdorf (WKN: 520000), Fielmann (WKN: 577220) oder LÓreal (WKN: 853888) alle schon etwas teuer sind. In dieser Kategorie gehen vielleicht noch McDonalds (WKN: 856958 ) oder Fairfax Financial Holdings (WKN: 899676), die Berkshire-ähnliche Holding von Prem Watsa. Watsa hat sein Portfolio extrem konservativ aufgestellt und gehedgt. Auch Berkshire selber kann man noch halten.
 

Die von uns durch eine lange Durststrecke gehaltenen Telekomtitel „kommen“ langsam. Die italienische Börse läuft weiter.
 

In Südamerika finden wir etliche Schnäppchen, wie zum Beispiel den brasilianischen Versorger Eletrobras (WKN: 899026) oder den Minenkonzern Vale (WKN: 897998).
 

In Russland haben wir uns im Zuge der Auseinandersetzungen an Gazprom.neft (WKN: 903276) und der Sberbank (WKN: A1JB8N) beteiligt. Es ist sicher nicht einfach, genau gegen den Strom zu gehen. Und bei einer weiteren Eskalation der Krise, wären russische Titel auch lange am Boden. Aber viele andere Titel eben auch. Wir wägen Chancen und Risiken in einem Portfolio gegeneinander ab. Und wir werden dass Russlandrisiko auf 5% des Gesamtportfolios begrenzen.
 

Auf gute Investments,
Ihr


Prof. Dr. Max Otte
maxotte.de 

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