Kolumne08:30 05.02.13
Schwächephase im Februar?
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
der Januar wird im
Dow Jones mit einer Performance im Bereich von knapp 6% in die Geschichte eingehen. Damit hat der Index bereits mehr gewonnen als im gesamten Jahr 2012. Auch der
Dax konnte nach dem positiven Jahresausklang im Januar weiter zulegen. Bleibt die Frage, ob die Märkte auch im Februar an diese Erfolgsserie anknüpfen können. Im Dax ist der zweite Monat des Jahres aus der Mittelwertsicht ein durchwachsener Monat. Im Schnitt kommt der Index auf ein Plus von 0,69%, allerdings liegt die Gewinn-Wahrscheinlichkeit nur bei 49%. Bei genauerer Betrachtung lässt sich dieses Ergebnis noch weiter differenzieren. Konkret:
Um Aussagen über den wahrscheinlichsten Verlauf zu treffen, reicht die reine Mittelwertbetrachtung nicht aus. Denn dadurch werden alle Veränderungen im Zeitablauf gleich gewichtet. Die Bewegungen von 1960 sind demnach formal also genau so wichtig wie die Entwicklungen des vergangenen Jahres. Es ist allerdings vielmehr davon auszugehen, dass jüngere Ereignisse übergewichtet werden müssen. Deshalb zeigt die folgende Grafik die Februar-Entwicklung im Zeitablauf:

Bis Ende der 70er-Jahre war der Februar ein absolut langweiliger Börsenmonat, ohne einen erkennbaren Trend. Ab 1980 entwickelte sich der Februar dann zu einem überdurchschnittlich guten Monat, der sehr häufig von Kursgewinnen geprägt war. Zwischen 1980 und 2000 standen sechs Verlierer-Monaten insgesamt 15 Gewinner gegenüber. Diese Tendenz hat sich mit der Jahrtausendwende ins Gegenteil verkehrt. Denn seit dem zählt der Februar klar zu den schwächeren Monaten. In den vergangenen 14 Jahren kam es lediglich fünf Mal zu Kursgewinnen. Das heißt:
Setzt sich die jüngste Vergangenheit fort, ist im Februar eher mit Kursverlusten zu rechnen. Allerdings fallen diese Abschläge im Schnitt eher gering aus. Angesichts der Nähe zu den All-Time-Highs würde ich jedoch nicht darauf wetten wollen. Es bleibt also abzuwarten, ob der Dax seinen Aufwärtstrend auch in den kommenden vier Wochen fortsetzen kann. In jedem Fall ist Hochspannung garantiert.
Mit bester Empfehlung
Ihr
Alexander Coels
Chefredakteur
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