boerse.de - Europas erstes Finanzportal
Dax8.387,000,41%Dow Jones15.294,500,00%EUR-USD1,29400,62%
MDax14.020,000,00%Nasdaq2.991,45-0,26%Rohöl (WTI)94,400,00%
TecDax962,000,00%EuroStoxx2.776,80-2,05%Gold1.391,400,01%

Kolumne10:20 14.06.12

Börsenexperte, Experte und Author Stefano Angioni
Siemens: Weltweite Megatrends im Visier
Siemens sorgte zu Beginn des Jahres mit einer Gewinnwarnung und einem rückläufigen Quartalsgewinn noch für Negativschlagzeilen. Allerdings dürften einige der Ertragsschwächen der letzten Zeit eher einer schlechten makroökonomischen Situation, resultierend aus der Eurokrise, geschuldet sein als fundamental schwachen Unternehmensdaten. Ebenso investiert nämlich Siemens verstärkt in Zukunftstechnologien wie die Windkraft, was die Gewinne (noch) belastet. Jedoch stellen diese Investitionen gleichzeitig die Grundlage für zukünftige Unternehmenserfolge dar. Womit Siemens besser dastehen dürfte, als es der fast 20-prozentige Rückgang beim Aktienkurs in diesem Jahr suggeriert.

Neben den erhöhten Investitionsbemühungen sorgten die Verzögerungen beim Netzanschluss von Offshore-Windparks in Deutschland, aber auch ein Beteiligungsverlust von Nokia Siemens Networks (NSN) sowie Nachfrageschwächen in Folge der Eurokrise für das schwache Ergebnis im ersten Halbjahr 2012.  Zwar konnte Siemens im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 9 Prozent auf 19,3 Mrd. Euro verbuchen, allerdings ging es beim Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten um etwa zwei Drittel auf 1,1 Mrd. Euro nach unten, wobei im Vorjahr ein hoher positiver Einmaleffekt von 1,5 Mrd. Euro in der Bilanz auftauchte und den nun ausgewiesenen Rückgang wesentlich deutlicher erscheinen lässt. Daraufhin sah man sich bei Siemens veranlasst, die Jahresprognose abzusenken. Der Konzern geht nun für das Geschäftsjahr 2011/12 von einem Gewinn aus fortgeführtem Geschäft von 5,2 bis 5,4 Mrd. Euro aus. Bisher war Siemens noch von 600 bis 800 Mio. Euro mehr ausgegangen. Dennoch:

Anzeige


 

Auch wenn Siemens für das laufende Geschäftsjahr seine Gewinnprognosen senken musste, so spricht für das Unternehmen, dass die langfristigen Perspektiven durchaus positiv sind. Der Konzern ist mit seinen vier Kernsektoren Energie, Industrie, Infrastruktur & Städte und Gesundheit breit diversifiziert. Das Unternehmen konnte sich von den Schwankungen einzelner Märkte noch unabhängiger machen. Dabei positionierte sich Siemens in verschiedenen Wachstumsmärkten und globalen Megatrends wie den Bereichen Energieeffizienz und Mobilität. Siemens dürfte zudem neben ABB der größte Profiteur des beschleunigten politischen Verfahrens in Deutschland zum Netzausbau sein. Hierzu haben jüngst die vier privaten Netzbetreiber TenneT, Amprion, 50 Hertz und EnBW ihren Ausbauplan für das deutsche Stromnetz vorgestellt. Dementsprechend seien Gesamtinvestitionen von rund 57 Mrd. Euro geplant. Besonders positiv ist dabei zu werten, dass dieses Thema von der Bundesregierung nun mit Hochdruck adressiert wird.  Neben der deutschen Energiewende, dürfte Siemens in den kommenden Jahren auch von dem Ausbau der Infrastruktur in den Schwellenländern in einem hohen Maß profitieren, da ein solcher Bedarf, trotz des rasanten Wirtschaftswachstums dieser Länder der letzten Jahre, immer noch sehr groß ist. Hierzu hat Siemens angekündigt, in den kommenden fünf Jahren etwa 1 Mrd. US-Dollar in Brasilien zu investieren, das im Geschäftsjahr 2,8 Prozent des Konzernumsatzes ausgemacht hat.

Zwar hat die Aktie von Siemens seit Mitte März etwa 20 Prozent an Wert verloren - gerade damit könnte sich aber eine günstige Gelegenheit für den Einstig bei einem soliden deutschen Blue Chip ergeben haben. Denn aufgrund eines breiten Portfolios und der Positionierung in weltweiten Wachstumsmärkten, ist das Unternehmen besser gegen Schwankungen in einzelnen Märkten abgesichert und kann ebenso von den globalen Megatrends profitieren.  

Als interessante Alternative zu einem Investment in die Siemens-Aktie  (Fair Value laut DZ Bank Research bei 81 Euro) bietet sich ein Bonuszertifikat Pro mit Cap (WKN: DZ9LY1) an. Ausgestattet mit einer Barriere bei 43,50 Euro bietet das Produkt einen komfortablen Risikopuffer gegen mögliche Rücksetzer des Aktienkurses. Der Bonusbetrag in Höhe von 71,00 Euro, der zugleich den Cap des Zertifikats darstellt, bietet Anlegern zugleich die Chance, eine Bonusrendite von ca. 8,10% p. a. zu erzielen, sofern die Barriere während des letzten Monats der Laufzeit des Zertifikats nicht verletzt wird.


Stand 13.06.2012

 

Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs erfolgen. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren oder Finanzinstrumenten, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur Emittentin sollten dem jeweiligen Prospekt entnommen werden. Die Aussagen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde. Sollten Sie zur Funktionsweise oder den Risiken dieser Kapitalanlage noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die vertreibende Bank. Weitere Informationen unter www.eniteo.de.

boerse.de Finanz-Highlights

Die reichsten Frauen der Welt Die reichsten Frauen der Welt
Die reichsten Frauen der Welt besitzen ein durchschnittliches Vermögen...
Jetzt durchklicken
Gehälter der DAX-Aufsichtsratschefs Gehälter der DAX-Aufsichtsratschefs
Welcher Aufsichtsratchef von welchem DAX-Konzern verdient wieviel? Hier erfahren...
Jetzt durchklicken
Teuerste Hotels Teuerste Hotels
Im teuersten Hotel der Welt kostet eine Nacht bis zu 62.000 Euro - Um welches handelt...
Jetzt durchklicken