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Kolumne14:29 23.02.12

Börsenexperte, Experte und Author Mr. Champion
Sind Politiker bessere Banker?
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Zeitungsberichten zufolge plant die SPD, mit einer Wahlkampfkampagne gegen Banken und die Finanzindustrie auf Stimmenfang zu gehen. Zu den Forderungen, die Sie im Internet gerne selbst unter www.spd.de/aktuelles/wir_sind_viele nachlesen können, zählt unter anderem die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Dass diese aber anstatt die institutionellen Akteure letztendlich uns Privatanleger trifft und wertvolle Renditepunkte kostet, wurde an dieser Stelle bereits Ende Januar geschildert. Außerdem fordern die Sozialdemokraten, dass in Not geratene Banken nur noch gerettet werden sollen, wenn der Staat dann ein Mitbestimmungsrecht erhält. Ob dadurch allerdings Fehlentscheidungen im Management vermieden werden, darf stark bezweifelt werden.

Schauen Sie sich dafür doch einfach nur die Landesbanken an. In den vergangenen Jahren haben sich ausgerechnet diese Institute, an denen die jeweiligen Bundesländer beteiligt sind, teils kräftig verzockt. So setzte bspw. die WestLB mit der Spekulation auf Kursdifferenzen zwischen VW-Stamm- und -Vorzugsaktien einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in den Sand. Und auch deren Kollegen von der BayernLB haben sich in den vergangenen Jahren mit Subprime-Krediten oder dem Kauf der Hypo Alpe Adria nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dementsprechend ist zu befürchten, dass staatlich kontrollierte Banken eher mehr Fehler machen als von Fachleuten geleitete Institute...

Ihr
Mr. Champion


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