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Kolumne15:37 19.02.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Sinn oder Unsinn von Stopp-Kursen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wochenlang sprach ich davon, dass der DAX eine sehr starke Unterstützungszone zwischen 9000 und 10000 Punkten besitzt. Die meisten unserer Long-Trades basierten darauf.

Wie Sie wissen, hat der Dax seit Jahresbeginn eine kräftige Abwärtsrallye fabriziert. Hauptursache dafür sind die schwachen Bank- und Automobilaktien. Allen voran die Deutsche Bank. Seit Mitte 2015 hat sich der Wert der Aktie halbiert. Sieht man sich die Abwärtsbewegung der Deutschen Bank an, dann kommt man leicht auf die Idee, dass es sich hierbei um einen Pleitekandidaten handeln könnte. Das darf man wohl als schlechten Witz ansehen. Glauben Sie mir, egal welche Leichen die Deutsche Bank noch im Keller hat, diese Bank wird niemals untergehen. Sollte die Bank vor einer Insolvenz stehen, dann würde der deutsche Staat das mit aller Macht verhindern.

Es war technisch unwahrscheinlich, dass der Dax die 9000 Punkte durchstieß. Und doch ist es geschehen. Die Folgen waren für uns wenig prickelnd, weil die Stopp-Kurse unserer Depot-Werte berührt worden sind.

Somit stellt sich die Grundsatzfrage, inwieweit Stoppkurse sinnvoll sind. Darauf kann ich Ihnen nur eine Antwort geben. Sie sind lebensnotwendig! Wir bewegen uns mit Derivaten immer in einem gehebelten Bereich. Das heißt, wir können innerhalb kürzester Zeit sehr hohe Gewinne produzieren. Es kann aber auch in die andere Richtung gehen.

Stopp-Kurse sind unsere Versicherung. Genauso wie Sie im normalen Straßenverkehr eine Haftpflichtversicherung benötigen, brauchen wir eine Versicherung beim Trading. Wir bewegen uns nämlich nicht im normalen Straßenverkehr: Wir sind auf der Rennstrecke. Wir fahren verdammt schnell, und damit steigt das Risiko eines Unfalls. Als Rennfahrer können wir uns nicht erlauben, Sicherheitsvorkehrungen auszuschalten. Hätten wir diesmal die Stopp-Kurse nicht gesetzt, wären wir als großer Gewinner aus der schwierigen Marktsituation herausgekommen. Tatsächlich war die Dax-Situation extrem angespannt. Es hätte zu einem Crash kommen können. Wenn wir ohne Stop-Loss arbeiten, kann ein Crash unser Konto auslöschen. Und das darf niemals passieren.

Top-Börsengewinne wünscht Ihnen

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trading


P.S. Jeder stürzt einmal in den Staub. Was zählt, ist das Aufstehen und Staub abklopfen. Und genauso machen wir es in den nächsten Wochen. Die Aufholjagd hat begonnen...
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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