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Kolumne08:48 10.11.14

Börsenexperte und Autor Prof. Dr. Max Otte

So ein Klugscheißer!

Sehr geehrte Privatanleger,
 

auf einer Fondswebsite titelt ein Researcher zum Max Otte Vermögensbildungsfonds: Max Otte -Fonds des Crashpropheten strauchelt. Im weiteren Verlauf zieht er über den Fonds her. Der komplette Text der Meldung lautet wie folgt:
 

„Max Otte wurde durch seine plakativen Krisenvorhersagen populär, und ist ein zweifellos begabter Redner und Dozent. Mit dem nach ihm benannten Vermögensbildungsfonds (DE000A1J3AM3) wollte er diese Beliebtheit in bare Münze umwandeln. Doch nach vielversprechendem Start lassen die Ergebnisse mittlerweile zu wünschen übrig. Volkswirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und allgemeinverständlich zu erklären ist die eine Sache. Einen Fonds erfolgreich zu verwalten die andere. Dies muss auch Professor Otte zurzeit schmerzlich erkennen. Für eine wirklich tiefgreifende Beurteilung des aktienlastigen Mischfonds ist es fraglos zu früh. Doch wer die Branche kritisiert und vollmundige Ankündigungen tätigt, muss sich über Gegenwind nicht wundern. Im Zeitraum über drei Monate zum 28.10.2014 gab der Fonds 12,03% ab, während der FWW-Sektordurchschnitt Mischfonds dynamisch Welt nur Verluste von 1,13% verzeichnete. Eine große Wette auf Rohstoffwerte schlug bislang kräftig fehl. Sicherlich muss man Otte mehr Zeit geben. Doch es zeigt sich jetzt schon zumindest, dass sein "High-Conviction"-Konzept für risikoaverse Anleger eher ungeeignet ist.“
 

Ja, wir haben insbesondere im Oktober kräftig eins auf den Deckel bekommen. Ja, es ist nicht schön. Ja, die Goldminen, aber auch europäische Titel sind sehr stark zurückgekommen. Aber diese Volatilität gehört zu unserem Konzept dazu.
 

Zudem habe ich meinen Ansatz seit März 2008 im PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) in bare Münze umgewandelt. Der PI Global Value Fund hatte im Oktober einen ähnlichen Rücksetzer und steht nun bei 90 Prozent Plus – immer noch 40 Prozent Outperformance zum MSCI.
 

Eine entsprechende Mail an den Autoren Kai Wiecking ließ dieser unbeantwortet. Die oben bereits zitierte Aussage „Volkswirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und allgemeinverständlich zu erklären ist die eine Sache. Einen Fonds erfolgreich zu verwalten die andere“ steht immer noch so auf der Website.

Dies ist nicht das erste Mal, dass wir Rücksetzer hinnehmen mussten. Die Erstinvestoren im PI Global mussten in der Finanzkrise vom Hoch einen Verlust von 40 Prozent hinnehmen, bevor es steil um 140 Prozent nach oben ging. In der Eurokrise betrug das Minus 20 Prozent, bevor es 70 Prozent nach oben ging. Und nun haben wir ein Minus von 12 Prozent. Sehr, sehr unschön.
 

Aber leider Teil des normalen Geschäfts, wenn man in Aktien investiert.
 

Herr Wiecking, ich werde Ihnen mein Buch „Sehr geehrte Privatanleger“ schicken – mit freundlichen Grüßen. Hoffentlich lesen Sie darin.


Auf gute Investments,
Ihr
 

Prof. Dr. Max Otte
maxotte.de 


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