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MDax 21736.0 0.06%
TecDax 1757.0 0.03%
BCDI 133.37 0.00%
Dow Jones 19756.85 0.72%
Nasdaq 4894.66 0.78%
EuroStoxx 3214.5 0.08%
Bund-Future 161.54 0.08%

Kolumne08:27 02.05.14

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

So entspannt kann Börse sein ...

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Börsen kennen Aufwärtstrends, Abwärtstrends und Seitwärtstrends. Seitwärts bedeutet eine mehr oder weniger richtungslose Oszillation der Kurse in einer Range und damit oftmals die Häufung von Fehlsignalen für kurzfristig eingestellte Trader. Deshalb zerren Seitwärtstrends an den Nerven vieler Marktteilnehmer und sind (dadurch) zumeist Vorboten massiverer Trends. Da die großen Indizes nun seit Monaten seitwärts laufen, dürfte der Ausbruch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Konkret:

Der Dow Jones hatte 2013 bei 16.577 Punkten beendet. Damit schloss der US-Leitindex auf einem Jahreshoch, das gleichzeitig – bis heute – das All-Time-High bedeutet. Im Januar drehten die Kurse dann bei 16.531 nach unten und die Hochs vom Februar und März lagen mit 16.322 bzw. 16.458 nur knapp darunter. Am 2. April war der Dow Jones bis 16.573 gelaufen, hatte bis 16.000 zurückgesetzt und sich dann wieder bis 16.514 erholt. Das bedeutet fünf (!) Hochpunkte mit einem Abstand von nur 255 Zählern bzw. 1,5% unter dem Rekordlevel.

Im Dax ist das Bild ähnlich, denn nach dem Dezember-Top bei 9589 wurde das All-Time-High im Januar auf 9743 geschoben, worauf Monatshochs von 9709 und abermals 9589, sowie im April (bisher) 9696 folgten. Die oberen Umkehrpunkte liegen also nur 154 Punkten bzw. 1,6% auseinander, und gerade mal 2,6% über dem Top beginnt mit dem fünfstelligen Kursbereich völlig unbekanntes Terrain. Also:

Dax und Dow Jones befinden sich in Schlagdistanz zu ihren historischen Höchstkursen, sodass aus dem Stand neue charttechnische Kaufsignale generiert werden können. Da beide Indizes aber auch nur rund 4% über ihren 200-Tage-Linien notieren, kann es kurioserweise ebenfalls schnell zu Verkaufssignalen kommen. Gelingt kurzfristig der Ausbruch nach oben, ist eine Bullenfalle wahrscheinlich, denn aus zyklischer Sicht stehen die Märkte vor einer deutlichen Sommerkorrektur. Ich meine:

Natürlich wird der Dax die 10.000er-Grenze erobern, aber nicht im ersten Anlauf und vermutlich erst im vierten Quartal. Seit den Tiefs von 2012 hat der Dax immerhin 61% aufgesattelt, und vor dem Break über eine solche vielbeachtete und damit psychologisch bedeutende runde Indexmarke steht ganz einfach ein technisches Luftholen auf der Agenda. Im Idealfall setzen die Kurse dabei in Richtung 8300/8000 Punkte zurück und vollziehen damit ein Pullback in die Zone, an der es 13 Jahre lang kein Fortkommen gab. Der bevorstehende Tiefpunkt kann auch auf einem höheren Niveau entstehen, sollte aber mindestens 10% unter den davor markierten Tops liegen, damit im Anschluss der Durchmarsch bei 10.000 möglich wird. Deshalb:

Solange die Kurse auf der Stelle treten, gilt es für Champions-Investoren diszipliniert abzuwarten. Denn sobald Gewinnmitnahmen auf breiterer Front anstehen, wird uns dies der Champions-Oszillator zeigen, und mental sind wir auf die sich daran anschließenden Top-Nachkaufgelegenheiten im Sommer längst vorbereitet. So entspannt kann Börse sein ...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
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Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
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Performance: -30,77%

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