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Kolumne18:16 07.03.12

Börsenexperte, Experte und Author Holger Wentz
Soja - Trockenheit treibt Preis
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Preisentwicklung von Agrarrohstoffen ist extrem wetterabhängig. Das wissen Sie als treuer Leser des Rohstoff-Ausblicks aus etlichen unserer Analysen über die Investitionschancen von Weizen, Mais und Co.

Und wieder ist es das Wetter, welches erneut einen Blick auf Soja lohnenswert macht.

Trockenheit in West und Ost belastet Sojaernte

Brasilien ist eines der Hauptanbauländer für Soja. Das aktuelle Erntejahr 2011/12 verheißt im Land des Zuckerrohrs kein all zu gutes Sojajahr zu werden. Und auch Argentinien versorgt die Welt mit reichlich Sojabohnen.

Nach langer Trockenperiode hat der lang ersehnte Regen in Südamerika zwar Mitte Februar eingesetzt, jedoch kam dieser für etwa vierzig Prozent der gepflanzten Sojabohnen zu spät. Die Sojabauern rechnen bereits mit erheblichen Ernteeinbußen.

Doch auch im Nordosten Chinas, wo rund ein Viertel der Sojabohnenernte des Riesenreiches produziert wird, herrscht aktuell der trockenste Winter seit über sechzig Jahren. Deshalb ist auch die diesjährige Sojabohnenernte in dieser Region akut gefährdet. Analysten gehen davon aus, dass deshalb die produzierte Sojamenge in China in der aktuellen Erntesaison fast zehn Prozent geringer ausfallen könnte als im Vorjahr.

Weltweit gehen die Rohstoff-Analysten der DZ Bank davon aus, dass im Erntejahr 2011/12 die Erntemenge an Soja auf 250 Mio. MT (2010/11: 264 Metrische Tonnen) rückläufig sein wird.

Nachfrage nach Sojabohnen ungebrochen stark

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Die Nachfrage nach Soja, allen voran diejenige aus Chinas, liegt auch weiterhin auf einem starken Wachstumspfad. Die chinesischen Importe, die global gesehen höchsten, haben allein in den vergangenen drei Monaten den Vorjahreswert um gut sechs Prozent übertroffen. Das Wiederauffüllen der staatlich verwalteten Läger und der weiter zunehmende Verzehr von Fleisch sind für eine nachhaltig ansteigende Sojanachfrage verantwortlich.

Dem globalen Anstieg der Sojabohnennachfrage steht also eine Verringerung des Produktionsvolumens gegenüber.

Aktuelle Marktlage – Bodenbildung voraus

Der Markt hat hierauf bereits reagiert und der Preis ist in den vergangenen Wochen bereits ein gutes Stück vorwärts gekommen.



Die 200-Tage-Linie sowie die Widerstandszone bei etwa 13 Euro konnte zuletzt mühelos genommen werden, was auf weitere Preissteigerungen schließen lässt. Investments bitte wie immer nur mit Stop-Loss-Limit eingehen.

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Rohstoff-Ausblick
Ihr

Holger Wentz


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