Dax 11167.0 -0.32%
MDax 21736.0 0.06%
TecDax 1757.0 0.03%
BCDI 133.37 0.00%
Dow Jones 19756.85 0.72%
Nasdaq 4894.66 0.78%
EuroStoxx 3214.5 0.08%
Bund-Future 161.54 0.08%

Kolumne11:11 22.03.16

Börsenexperte und Autor Volker Meinel

Starke Lebenszeichen bei Sony

Die Sony-Aktie sprang vergangene Woche gleich um 5 Prozent und machte damit die seit Jahresanfang aufgelaufenen (Buch-)Verluste mehr als wett.
 

Grund der Freude an der Börse (und bei etlichen möglichen Kunden) war die Ankündigung einer Virtual-Reality-(VR)-Brille. Die soll ab Oktober in den Verkauf kommen und 399 Dollar kosten. Zum Vergleich: Facebook arbeitet ebenfalls an einer solchen „Oculus Rift“ genannten Brille und hat bisher Preise um 600 Dollar angekündigt. Und das Modell „Vive“ von HTC soll 800 Dollar kosten.

 

Weil der VR-Markt von jugendlichen Kunden dominiert wird und bei diesen jeder Euro bzw. Dollar zählt, gilt die Ankündigung von Sony als möglicher ersten Hinweis auf eine wieder erstarkende Position im Gaming-Bereich. In diesem Umfeld soll gemäß den Einschätzungen von Industrieexperten das größte Potenzial für VR-Lösungen liegen.
 

Und da hat Sony ein weiteres Ass: VR-Brillen funktionieren nur mit dem richtigen angeschlossenen Computer gut, denn die Spiele erfordern einen hohen Rechenaufwand. Sony hat bereits mehr als 36 Millionen Kunden der eigenen Playstation 4. Das bietet eine ausgezeichnete Ausgangslage für den Aufbau eines digitalen „Ökosystems“ - Apple lässt grüßen. Kunden von Facebook oder HTC müssen sich dagegen diese Spielkonsolen oder einen leistungsfähigen Computer (Kostenpunkt: über 1.000 Dollar) erst noch separat anschaffen. Gemäss NVidia, dem Chiphersteller für Spielcomputer, gibt es weltweit lediglich 13 Millionen Computer, bei denen die erforderlichen leistungsfähigen Chips bereits eingebaut sind - alle anderen müssten diese zusätzlich anschaffen.
 

Und für Jahresende sollen bereits 50 Spiele auf der Sony-Umgebung funktionieren.  Das wären nicht nur mehr Spiele. Auch haben führende Spielentwickler-Firmen angekündigt, ihre Spiele rasch auf den Sony-Umgebungen anzubieten.
 

Das Wettrennen um die Kunden beginnt bereits an Ostern: Für diesen Zeitpunkt hat Facebook den Verkaufsstart für die Rift-Modelle angekündigt. Entscheidend werden indes die verfügbaren Spiele und die Kosten der Gesamtlösungen sein - und da liegt Sony vorne. Die Aktie hat einiges Aufwärtspotenzial, wenn die ambitiösen Pläne von Sony gelingen. Elf Call- und die gleiche Anzahl Put-Optionsscheine von BNP Paribas stehen neben zehn MINI Futures für interessierte Trader auf www.bnp.de.

Volltextsuche
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Massiver Kursgewinn seit Italien-Referendum!
  • Überraschender Gewinn im dritten Quartal!
  • War das erst der Anfang?

Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...
Wie defensive Investments alle anderen schlagen
Wie defensive Investments alle anderen schlagen
Eine bekannte Börsenweisheit besagt, Anleger sollen Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Doch viele Börsianer wissen, wie schwer es ist, diesen Leitspruch in der Praxis umzusetzen. Dabei lässt sich dieses Prinzip ganz einfach anwenden – mit defensiven Aktien. Denn der Erfolg defensiver Investments funktioniert nach genau diesem Schema.