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Kolumne12:05 08.03.16

Börsenexperte und Autor Gerhard Mahler

Stimmung und Kurse besser

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich war nach dem dürftigen Februar-Ultimo mit den leichteren Wall-Street-Indizes ein durchwachsener Start in den Börsenmonat März zu erwarten. Der stellte sich am Dienstag auch ein. Aber nur eine Stunde lang. Dann schoben anziehende Rohölpreise in bekannt sprunghafter Manier die Börsenindizes aufwärts. Die Logik der Märkte lautete: Höhere Ölpreise ist gleich festere Aktienkurse. Der Hintergrund ist Ihnen bekannt, der KFT hat darüber berichtet. Eine Reihe von Staaten, darunter Russland und etliche Emirate wollen die Förderung nicht über das Niveau vom Januar 2016 hinaus anheben und somit die Abwärtsspirale der Preise beenden. Der angestrebte Beschluss bekommt mittels zusätzlicher Aktionen im Laufe des Monats noch seinen offiziellen Anstrich. Mit dem Ergebnis, dass das Rohöl auf über 37 Dollar pro Fass kletterte und sich bei relativ geringen Schwankungen vorerst oben hält.

Brenzlige Lage beim Rohöl dauert

So weit, so gut. Viele Ölstaaten benötigen vom „Schwarzen Gold“ dringend höhere Einnahmen für ihre Haushalte. Und für eine riesige internationalen Service-Industrie sind sie überlebenswichtig. Jedenfalls blieben neue Baisse-Attacken beim Rohöl und bei den Aktien aus. Kleine Einschränkung: Die Rohöl-Charts signalisieren keine Änderung der brenzligen Situation. Und meines Wissens hat sich noch kein Förderstaat jemals an Absprachen gehalten, selbst während der verblichenen besseren OPEC-Zeiten. Soll heißen: Beim Öl-Monopoly sollten wir auch in Zukunft mit einer rutschigen Lage kalkulieren. Erstaunlich dabei: Die Börsen ignorieren so gut wie alle schlechten Nachrichten. Angefangen vom rückläufigen ifo-Geschäftsklima über den negativen Chicago-Einaufsmanager-Index, den mit 49,3 Punkten unter der Wachstumsschwelle (50 Punkte) notierenden ISM-Index Industrie der USA, die wirtschaftlichen Probleme in Japan und China bis hin zu der gekappten Umsatzprognose der deutschen Chemie und der Bestellflaute im Maschinenbau. Wenigstens brummt der Automarkt.

Konjunkturelle Zweifel

Im Endeffekt geht es nirgendwo zuverlässig vorwärts, trotz billigem Notenbank-Geld und der Ankündigung umstrittener zusätzlicher Maßnahmen. Mitte der Woche wird EZB-Chef Mario Draghi erklären, ob er den Überlegungen Taten folgen lässt, die keineswegs zwingend sind. Die industriellen Aktivitäten lahmen mehr oder weniger. Das Wachstum stammt vom Konsum. Der US-Arbeitsmarkt floriert gegenwärtig sogar. Das heißt: Ein Teil der festen März-Kurse ist der geringeren Furcht vor der möglichen US-Rezession zu verdanken. Und der Einsicht, dass die sechswöchigen Baisse-Attacken zum Jahresauftakt 2016 zu hart waren. Das Pullback in Richtung der Indexstände Ende 2015 rollt, und besonders an der Wall Street ist es weit fortgeschritten.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

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Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
Seit 2007 73% 2016%

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Performance: Dax-Aktien 2017 im 1.Quartal 2017

Platz: 30
Unternehmen: BMW
Von 88,81auf 85,50 Euro
Performance: -3,73%

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