Dax9.593,50-0,68%Dow Jones17.031,140,26%EUR-USD1,2990-0,15%
MDax16.000,00-0,84%Nasdaq4.029,89-0,97%Rohöl (WTI)92,420,55%
TecDax1.228,50-1,76%EuroStoxx3.213,20-0,69%Gold1.236,010,27%

Kolumne12:16 31.01.12

Börsenexperte, Experte und Author Gerhard Mahler
Strammer Januar
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

im Januar haben an den Aktienmärkten die Optimisten ganz klar das Ruder übernommen. Nach kurzen Konsolidierungen und kleinen Rücksetzern konnten mehrere Indizes über Erwarten deutlich zulegen. Offenbar schätzen die institutionellen Investoren die Gesamtlage nicht mehr als so dramatisch oder gar gefährlich ein, wie dies Monate lang der Fall war. Die international tätigen Fondsmanager sind mit neuem Investitionshunger in das Jahr 2012 gestartet, lautet die offizielle Umfrageversion dazu. Das ganze Ausmaß zeigen die als „Angstbarometer“ bekannten Volatilitätsindizes. Im Oktober 2011, als die Schuldenkrise eskalierte, notierte der V-DAX new über 50 Punkten. Am vorigen Freitag stand er bei 23 Punkten. Der DAX selber ist im gleichen Zeitraum von 5.200 Punkte auf 6.550 Punkte gestiegen. In den USA ist mit dem „VIX“ als Vola-Meßstab die gleiche Entwicklung zu beobachten. Der Dow Jones kletterte von 10.650 Zähler auf 12.800 Punkte. Nun ist es nicht so, dass man die auffällige Veränderung nicht bemerkt hätte. Aber noch im Dezember war unklar, wohin die Reise geht: Erneut abwärts oder weiter nach oben. Wie sich erst im Laufe der zweiten Januarhälfte herausstellte, setzte sich die Aufwärtsversion durch. Keine Frage: Die angesichts des Umfelds enorm lange Bewegung ist ausgesprochen ungewöhnlich.

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Sie bestätigt einmal mehr, dass die Märkte in gewissen Situationen stur in ein und dieselbe Richtung marschieren, auch wenn die Entwicklung noch so überzogen erscheint. Für die steigenden Kurse dürfte in erster Linie der herrschende Anlagenotstand verantwortlich sein. Jedenfalls befinden sich die „Volas“ jetzt auf dem Niveau der ersten Jahreshälfte 2011 von vor der Schuldenkrise. Unseres Erachtens ist dies angesichts der Umstände zu viel des Guten, die Gegenreaktion steht kurz bevor, auch wenn die mittelfristigen Perspektiven ins Positive drehen könnten. Noch ist darüber nicht definitiv entschieden. Lesen Sie mehr zur fundamentalen Lage sowie zur Markt- und Charttechnik in den KFT-Rubriken weiter unten. Dabei prüft der Kurzfrist-Trader auch die Möglichkeit, ob der Wechsel von Baisse auf Hausse stattfindet oder ob die Erholungsphase zu Ende geht und sich in einer Gipfelformation erschöpft. Zur Datenlage: Große positive Impulse von der laufenden Berichtsaison und den wirtschaftlichen Indikatoren sind nach dem Anstieg kurzfristig kaum mehr zu erwarten.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler


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