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Kolumne16:22 29.04.16

Börsenexperte und Autor Rudolf Wittmer

Strategie contra Börsenweisheit

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

sicher kennen Sie die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away!“. Mit diesem Bonmot soll zum Ausdruck gebracht werden, dass der Mai den Beginn fallender Kurse in einem Börsenjahr darstellt. Viele Anleger verwechseln dies mit der Aufforderung, ab Anfang Mai nur noch defensiv an der Börse zu agieren. Ein Verhalten, das fatale Folgen haben kann. Wir wollen deshalb zunächst die Erfolgsbilanz des Monats Mai am Beispiel des Dax etwas näher anschauen:

Der Dax wurde 1988 als offizieller Leitindex der deutschen Börse eingeführt. Seitdem gab es 17 mal im Mai eine positive und elfmal eine negative Performance. Dabei waren die Gewinne in positiven Monaten mit 3,6% betragsmässig in etwa so hoch wie die Verluste in negativen Monaten. Im Durchschnitt bringt es der Börsenmonat Mai damit auf eine positive Rendite von 0,65%. Sie sehen:

Den Mai als Investitionsmonat nur aufgrund einer alten Börsenweisheit abzuschreiben, scheint nicht unbedingt die beste Entscheidung zu sein. So gab es im Mai des vergangenen Jahres lediglich ein kleines Minus von 0,35%. In den beiden Jahren davor konnten Gewinne von 5,50% in 2013 und 3,54% in 2014 eingefahren werden. Dagegen gab es in 2012 mit einem Minus von 7,35% den größten Kursrückgang in einem Mai seit 1988. Für uns als Anleger bedeutet das:

Auf lange Sicht sind Strategien erfolgreich – nicht Börsenweisheiten

Wir können im Vorfeld nur auf Basis einer alten Börsenweisheit nicht wissen, wie sich die Kurse im kommenden Monat Mai entwickeln werden. Hier helfen uns auch die Aussagen über die Durchschnittswerte der vergangenen Jahre nicht viel weiter. Was uns aber weiterhilft, ist eine Strategie, die nachweisbar seit Jahrzehnten erheblich bessere Renditen – bei gleichzeitig geringerem Risiko – erwirtschaftet, als eine Buy & Hold-Strategie. Denn:

Sollte es im Mai tatsächlich auf breiter Basis zu Kursrückgängen kommen, dann werden wir das sehr schnell am Unterschreiten der jeweiligen 200-Tage-Linien sehen. Für uns ist das dann das Zeichen zum Ausstieg aus Long-Engagements. Bei entsprechender Stärke der Abwärtsbewegung erhalten wir eventuell sogar Signale zum Einstieg auf der Short-Seite.

Sollten sich die Kurse aber entgegen der Börsenweisheit im Mai weiter nach oben orientieren, dann wird uns dies ebenfalls durch die 200-Tage-Linie angezeigt. Vertrauen Sie daher lieber auf eine zuverlässige und erfolgserprobte Strategie, die auch in Zukunft funktionieren wird, als auf nebulöse Weisheiten über Durchschnittswerte aus der Vergangenheit!

Viel Erfolg beim Trading

Rudolf Wittmer
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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