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Kolumne10:18 07.02.13

Börsenexperte, Experte und Author Volker Meinel
Täglich grüßt der Yen

Wieder einmal muss ich einfach an dieser Stelle auf den Yen zu sprechen kommen. Zwar war ich selbst noch nie in Japan, aber bald scheint es zumindest aus der Sicht des Wechselkurses attraktiv. Denn der Yen wird von Tag zu Tag schwächer, nicht nur gegenüber dem Euro, auch gegenüber dem US-Dollar. Und das obwohl die US-Notenbank FED mit den Aufkäufen von Bonds und Verbriefungen im Umfang von 85 Milliarden Dollar pro Monat selber sehr viel Liquidität in den Markt drückt. Der neue japanische Ministerpräsident Shinzo Abe dürfte sich erfolgreich mit seinem Vorhaben, die Währung zu schwächen, durchsetzen. Eine schwächere Währung erleichtert die Exporte (auch) in den Dollarraum. Die Ankurbelung der Wirtschaft ist das erklärte Ziel von Abe. Denkbar ist auch ein offenes Aufkaufprogramm, wie es bereits die USA kennt, durch die Bank of Japan, die japanische Notenbank. Beide Länder sind auf Exporte angewiesen, obwohl im Fall der USA der Großteil der Wirtschaft auf den riesigen einheimischen Binnenmarkt ausgerichtet ist. Beide Länder sind Rohstoff- und besonders Rohölimporteure und die Handelsbilanzen hätten noch viel grössere Ungleichgewichte, wenn die Exporte zurückgehen würden.

 

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Wer auf der Trading-Seite aktiv ist, könnte sich demnach weiter das Verhältnis US-Dollar zu Yen anschauen. Aber auch jenes des Euro zum Yen. Der Höhenflug des Euro dürfte sich noch weiter fortsetzen. Alle Indikatoren, auf die die Profis sich stützen, signalisieren nachlassenden Stress in der Eurozone. Unterstützt wird die Entspannung durch eine Umkehr der Geldströme. Nachdem in den letzten Jahren Geld aus dem Euro in andere Währungsräume geflossen war - das heißt, viele Anleger Euro verkauft und andere Währungen gekauft hatten - hat sich diese Bewegung gedreht. Inzwischen fließt netto wieder mehr Geld in die Eurozone. Die Abflüsse sind kleiner geworden. Das spiegelt sich auch an den Renditen der Euro-Peripherieländer wieder. Die Staatsanleihen aus diesen Ländern werden jetzt auch von außereuropäischen Käufern wieder nachgefragt. Und da bin ich wieder beim Yen. So bleibe ich bei meinem Hinweis auf die WKN: BP6PLQ, dem Knock-Out-Call mit Basispreis von 110,54 Yen. Das Produkt, das den Tradern vergangene Woche schon viel Freude bereitet hat. Der Hebel von 8 ist moderat. Wer es spekulativer mag, kann hier durchaus mit dem Basispreis weiter hoch gehen. Die BNP Paribas hält eine ganze Menge an Scheinen parat.

 

So und  nun schauen wir mal, ob ich nächste Woche schon wieder über den Yen schreiben werde. Denkbar ist es. Der Japan-Urlaub rückt näher…

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