Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Ihr Anlageerfolg hängt entscheidend davon ab, wie teuer ein ETF ist. Selbst geringfügige Kosten können über lange Zeiträume Ihre Rendite drastisch schmälern. Deshalb sollten Sie die Kostenseite stets beachten und bei Ihren Investments berücksichtigen.
Keine komplexen Finanzprodukte: Rendite der Riester-Rente 0,6 Prozent jährlich
Je komplexer und undurchsichtiger ein Finanzprodukt ist, desto besser lassen sich darin Provisionen und Gebühren verstecken. Wenn Sie sich für Indexfonds entscheiden, sollten Sie auf komplexe Anlageformen verzichten. Lebensversicherungen beispielsweise enthalten so viele Provisionen und Gebühren, dass die Rendite in der Regel noch nicht einmal die Geldentwertung ausgleicht. Die Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten können bis zu 20 Prozent eines Beitrags ausmachen. Genauso nachteilig sind übrigens Riester- und Basisrenten. Ein Großteil dieser staatlich geförderten Produkte lohnt sich kaum; eine Studie hat ergeben, dass selbst die besten Riester-Policen jährlich nur eine garantierte Rendite von 0,6 Prozent erzielen - vorausgesetzt der Anleger wird mindestens 85 Jahre alt.
ETF-Sparpläne sind zu teuer: Bis zu 7,7 Prozent monatliche Belastung
Das Institut für Vermögensaufbau hat die Kostenbelastung von ETF-Sparplänen untersucht. Bei einer monatlichen Einzahlung von 25 Euro belaufen sich die Kosten auf 7,7 Prozent. Bei einer monatlichen Rate von 50 Euro sind es immerhin noch 4,7 Prozent. Wer 100 Euro monatlich spart, zahlt im Jahr beim günstigsten Anbieter Comdirect 18 Euro und bei der teuersten Direktbank 34 Euro an Kosten. Um diese Belastung zu vermeiden, haben Sie zwei Möglichkeiten: Stellen Sie Ihren Sparplan besser auf viertel- oder halbjährliche Raten um. Oder Sie sparen einen Betrag über Tages- und Festgelder an und investieren dann eine größere Summe einmalig in ETFs.
Vergleichen Sie ETFs
Auch bei ETFs unterscheiden sich die jährlichen Managementgebühren. Während sie bei Dax-ETFs noch relativ angeglichen sind, ergeben sich bei anderen Indizes erhebliche Unterschiede. So berechnet die UBS für ihren ausschüttenden ETF auf die Emerging Markets (ISIN: LU0480133098) 0,40 Prozent jährlich; iShares hingegen hat auf den gleichen Index einen ETF (ISIN: DE000A0HGZT7) aufgelegt, der eine jährliche Vergütung von 0,75 Prozent vorsieht.
Strategie-ETFs sind in der Regel etwas teurer, wenngleich es auch hier kostengünstige Fonds gibt. So kostet der ausschüttende ETFlab DAXplus Maximum Dividend (ISIN: DE000ETFL235) 0,30 Prozent jährlich, während der global nach der Dividendenstrategie anlegende iShares STOXX Global Select Dividend 100 (ISIN: DE000A0F5UH1) mit 0,15 Prozent jährlicher Managementgebühr nicht teurer als ein Dax-ETF ist.
Fazit
Achten Sie stets auf die Kosten. Über viele Jahre können sich dadurch Unterschiede von mehreren tausend Euro ergeben. Generell sollten Sie komplexe Produkte, die häufig mit hohen Gebühren und Kosten verbunden sind, meiden.
Mit den besten Empfehlungen
Ihr Dr. Dr. Gerald Pilz
P.S.: Dr. Dr. Gerald Pilz erläutert Ihnen im kostenlosen Newsletter ETF-Ausblick einmal pro Woche die Vorteile von börsengehandelten Fonds. Hier kostenlos eintragen!
| Wert | Aktuell | % |
|---|---|---|
| DAX | 6.360,91 | 0,71 |
| MDAX | 10.262,95 | 0,30 |
| TecDAX | 755,31 | 0,46 |
| EURO STOXX 50 | 2.166,72 | 0,47 |
| Dow Jones Industrial | 12.529,75 | -0,09 |
| Nasdaq 100 | 2.552,00 | 0,81 |
| Gold | 1.563,60 | 0,21 |
| Silber | 28,40 | 0,70 |
| Rohöl (WTI) | 91,01 | 0,02 |
| Euro/Dollar | 1,2570 | 0,31 |
| Bund-Future | 143,77 | -0,15 |