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Kolumne08:55 26.05.14

Börsenexperte und Autor Prof. Dr. Max Otte

To Cash or not to Cash?

Sehr geehrte Privatanleger,
 

Gewinne mitnehmen – wer hat darüber nicht schon einmal nachgedacht oder es auch gemacht? In einer idealen Welt würden wir uns an hervorragenden Unternehmen günstig beteiligen und die Börsenkurse würden nach einer Aufholphase parallel zum Unternehmenswachstum steigen. Und wir müssten nie wieder etwas tun.
 

Wir leben aber in einer sehr turbulenten Welt.
 

Immer wieder stürzen irgendwo Kurse ab, während woanders die Kurse nach oben gehen.
 

In vielen dieser nicht ganz so netten Branchen – Versorger, Telekom, Roh- und Grundstoffe – waren und sind wir investiert. Auch Unternehmen dieser Branchen haben einen inneren Wert. Oftmals wächst er aber nicht kontinuierlich, wie bei Buffett-Unternehmen wie Coca-Cola (WKN: 850663), Beiersdorf (WKN: 520000) und Fielmann (WKN: 577220). Nach einer Aufholjagd ist das weitere fundamentale Potential dann begrenzt.

Das macht das Investieren in Zykliker dann auch schwierig. Es sind eben keine „Dauerläufer“.
 

Zurück zum Thema: Die sommerlichen Temperaturen weisen darauf hin, dass die warme Jahreszeit jetzt naht. Oftmals ist es nicht ganz verkehrt, dann etwas Cash zu haben. „Sell in May“ stimmt so nicht mehr, eher „Sell in June and July“. Die schwierigsten Börsenmonate sind statistisch der August und der Dezember.
 

Also: wenn Sie einen, zwei oder mehrere Titel haben, die ihren Inneren Wert überschritten haben, können Sie ja über etwas Cash nachdenken.
 

Ich habe an dieser Stelle den alten Kostolany schon mehrfach zitiert. Zu diesem Thema sagte er folgendes: „Mit den Aktien ist es wie mit den Straßenbahnen. Wenn Sie eine verpasst haben, kommt bestimmt die nächste.“ Das heißt auch, dass Sie – mit Augenmaß – ruhig auch einmal aussteigen können.
 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr


Prof. Dr. Max Otte
maxotte.de 

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