Kolumne18:26 21.06.12
Trendwende im Dax: richtig handeln
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
an den Aktienbörsen entwickelt sich eine Erleichterungs-Rallye. Im Vergleich zur Vorwoche legten die Notierungen gleich um fast 3% zu und haben damit auf den Wahltag in Griechenland erleichtert reagiert. Die Hoffnung auf eine Überwindung der Euro-Krise hängt allerdings am seidenen Faden. Immerhin soll eine Koalition von Konservativen und der alten Linken über Sparprogramme den Haushalt sanieren. Ich halte dies für eine vage Hoffnung, und es zeigt sich oft, dass politische Börsen sehr kurze Beine haben. Wir setzen daher auf objektive, prüfbare Daten sowie unsere daraus ableitbare Strategie:
Dem Dax ist am Montag durch das Überkreuzen des GD200 die Trendwende gelungen. Dabei hatte der deutsche Leitindex mit +4% den größten Wochengewinn seit Anfang Februar hingelegt (damals +5%) und erreichte eine neue Stabilität. Noch spektakulärer schlossen Dow Jones, S&P 500 sowie Nasdaq. Denn die US-Indizes schafften ihren größten Wochenanstieg seit 5. Dezember (Nasdaq, S&P 500) sowie 10. Oktober (Dow Jones). Also notieren die für uns wichtigsten Märkte jetzt allesamt wieder im Aufwärtstrend über dem GD200 und zeigten gegenüber den vergangenen Monaten relative Stärke. Dies gibt mir als Trendfolger die nötige Zuversicht für den Sommer sowie das restliche Handelsjahr, denn:
Die US-Märkte richten sich nicht an politisch beeinflussten Euro-Daten aus, sodass andere Impulse hinter der neu gewonnenen Stärke an den Aktienmärkten stehen. Lassen Sie uns spekulieren: Vermutlich sind niedrige Zinsen schuld daran, dass Kapital an die Aktienbörsen drängt. Denn Aktien sind Sachwerte und beteiligen Investoren am Eigentum, während Geldforderungen wie Anleihen mit steigender Inflation wertloser werden. Die Zinsentschädigung in Deutschland ist jetzt auf Rekordtief angelangt. Für Bundesschätze erhalten Investoren lediglich 0,05% bis 0,69% (je nach Laufzeit und Art), für Finanzierungsschätze faktisch 0%. Allein die Dividendenrendite von 4,2% im Dax übertrifft diesen Ertrag bei weitem. So wäre es nachvollziehbar, wenn bereits die Suche nach hohen Ausschüttungen den aktuellen Trendwechsel der westlichen Märkte in Deutschland und USA auslöste. Entscheidend für unser Handelssystem sind jedoch nicht diese Spekulationen, sondern das Trendverhalten selbst, denn der Markt hat immer Recht und setzt die Kurse. Durch die Eroberung des
GD200 haben wir formal Aufwärtstrends erreicht und liegen im System-Trading in Dax, Dow Jones, S&P 500 sowie Nasdaq im Mittel +15% vorne. Da politische Börsen erfahrungsgemäß instabil sein können, empfehlen wir aus Sicherheitsgründen die aktuelle Vorsicht unserer Focus-Trading-Analysen, mit denen charttechnische Marken ausgewertet werden, um kurzfristigen Fehlsignalen zu entgehen. Denn dreht der Wind im Euro-Raum, dürfte es schnell wieder nach unten gehen. Wer optimieren möchte, wartet daher beim Dax mit uns einige Tage ab – auf weitere objektive Signale.
Handeln Sie erfolgreich!
Ihr
Janne Jörg Kipp
Chefredakteur
TrendbriefP.S.: Janne Jörg Kipp ist Trendbrief-Chefredakteur und unterstützt Sie täglich mit konkreten Empfehlungen zu den lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen sowie Rohstoffen. Der Trendbrief erscheint mittlerweile im 25. Jahrgang und ist heute der maßgebliche Börsenbrief für Trends & Tradings.
Profitieren Sie jetzt 14 Tage von allen Empfehlungen völlig kostenlos!