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Kolumne17:32 20.04.17

Börsenexperte und Autor Matthias Zacher

Über Licht und Schatten bei der Vermögensbildung der Deutschen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Sie wissen, dass uns im Börsenverlag das Thema Vermögensaufbau seit vielen Jahren ein großes Anliegen ist. Umso erfreuter war ich persönlich über den jüngsten Bundesbank-Bericht zur Geldvermögensbildung der Deutschen im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Leider muss ich aber gleich hinzufügen: „Wo Licht ist, ist auch Schatten“. Beginnen wir mit dem Positiven:

Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland stieg im besagten Zeitraum gegenüber dem dritten Quartal 2016 spürbar um 98 Mrd. Euro oder 1,8 Prozent und belief sich zum Ende des Jahres 2016 auf 5586 Mrd. Euro. Das ist ein schönes Plus. Etwas kritisch finde ich indes die Entstehung dieses Plus. Denn:

Zum Anstieg trugen kräftige Bewertungsgewinne in Höhe von gut 53 Mrd. Euro beim gehaltenen Geldvermögen bei, darunter insbesondere bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Leider nur 53 Mrd. Euro und nicht mehr. Denn die „anderen“ 45 Mrd. Euro wurden durch neues Sparen („zur Seite gelegt“) erzielt – die Bundesbank spricht hierbei von „Transaktionen“.

Insofern reduziert sich der „Ertrag“ aus dem gewaltigen Vermögen der Deutschen von fast 5,6 Billionen Euro auf ein knappes Prozent – in einem Quartal. Rechnen wir diese Quartalsrendite auf ein Jahr um, fällt sie enttäuschend aus.

Vor allem wenn wir die langfristigen Renditen am Aktienmarkt kennen und wissen, dass mit jeder mit Aktien-Investments langfristig bessere Renditen erzielen kann, als nur das Geld irgendwo bei der Bank zu parken. Doch zurück zum Bundesbank-Bericht. Konkret:

Noch kritischer sind die Aussagen der Bundesbank hinsichtlich der Aufteilung der Neuanlagen zu sehen, denn:

Die bereits seit einiger Zeit bestehende Vorliebe der Deutschen für liquide und risikoarme Anlagen hielt insgesamt an. Der weitaus größte Teil der Mittel floss abermals in Bargeld und Einlagen, bei denen die Zuflüsse den zweithöchsten Wert seit dem Jahr 1999 erreichten. Hingegen fiel das in den Vorquartalen noch starke Engagement in Aktien und Anteilen an Investmentfonds leider spürbar schwächer aus. Das bedeutet:

Die Deutschen machen augenscheinlich abermals den Fehler, aus Angst vor Kursschwankungen an der Börse ganz auf Rendite zu verzichten. Das ist mehr als schade – es ist langfristig ein Riesenfehler. In Zeiten von Strafzinsen für Einlagen sowie Abhebegebühren für Bargeld ist die Fokussierung auf Bargeld und Einlagen die falsche Entscheidung – für jeden Anleger, der langfristig sein(en) Vermögen(saufbau) gesichert haben will.

Genau aus diesem Grund werde ich keineswegs müde, Sie immer wieder auf die einfachen vier Buchstaben hinzuweisen. „BCDI“ – sie stehen für den boerse.de-Champions-Defensiv-Index, der Ihnen eine transparente, regelbasierte und defensive Alternative für den stressfreien Vermögensaufbau bietet. Damit macht Börse Spaß und Ihr Vermögen freut sich mit.

Herzliche Grüße

Matthias Zacher,
Leiter BCDI

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