Dax
12.441,50
-0,02%
MDax
24.598,00
-0,38%
BCDI
146,71
-0,81%
Dow Jones
20.978,00
0,03%
TecDax
2.087,50
-0,01%
Bund-Future
161,41
-0,39%
EUR-USD
1,09
0,49%
Rohöl (WTI)
49,59
0,71%
Gold
1.267,37
0,25%

Kolumne09:58 28.04.14

Börsenexperte und Autor Prof. Dr. Max Otte

Ukraine mal anders

Sehr geehrte Privatanleger,
 

die Krim wurde 1783 russisch. Im Jahr 1954 gliederte Nikita Chruschtschow die Krim, der Ukraine an – aus rein verwaltungstechnischen Gründen. Dort leben vor allem Russen, so wie in der Ostukraine vor allem Russen leben. Die Ostukraine war immerhin auch das Gebiet vieler großer Schlachten im Zweiten Weltkrieg.
 

Auch Weißrussland ist zum Teil russischer als Russland selbst.
 

Der unter dubiosen Umständen gestürzte Präsident Viktor Janukowitsch hatte vor den Schüssen auf dem Maijdan-Platz, unter Vermittlung des deutschen Außenministers Frank Walter Steinmeier, ein Abkommen ausgehandelt, welches fast alle Reformen, die gefordert waren, enthielt.
 

Die Demonstranten auf dem Maijdan-Platz wurden oftmals bezahlt. Sie bekamen umgerechnet 30 Euro pro Tag. Ich habe das aus verlässlichen Quellen – von Menschen aus dem Land. Agenten und Agitatoren mit Geldkoffern kamen und teilten die Geschenke aus. Und was will es uns sagen, dass die Schilder der Demonstranten vor allem in Englisch beschriftet waren und nicht in Russisch? Auch die Schüsse, die schließlich zum Sturz von Janukowitsch führten, kamen wahrscheinlich von ausländischen Söldnern.
 

Wer hat ein Interesse daran, die Lage nicht zur Ruhe kommen zu lassen? Hier wird gezündelt, und zwar ganz gefährlich!
 

Die Börsen lassen sich davon derzeit nicht beeindrucken und sind weiter auf Erholungskurs, wie auch die nach meiner Strategie gemanagten Fonds nahe den Höchstständen notieren.
 

Leider funktioniert es eben nicht, mal schnell rein oder raus zu gehen.
 

Wir finden immer noch genug Aktien, die Sinn machen. Unsere „sichere“ Empfehlung Microsoft1 (WKN: 870747) vom letzten Herbst hat um die 20 Prozent zugelegt. Auch IBM1 (WKN: 851399) zieht leicht an. K+S1 (WKN: KSAG88) steht schon deutlich im Plus. Die Goldminenaktien, die wir im letzten Herbst vorgestellt haben, hängen noch. Man braucht eben Zeit und Geduld. Es ist eher die Ausnahme, dass etwas sofort abgeht. Und eigentlich ist das gar nicht gut, weil man keine Gelegenheit zum Nachkaufen hat.
 

Mittlerweile könnte der britische Einzelhändler Tesco (WKN: 852647) auf einem Niveau sein, wo die Aktie interessant wird.
 

In Brasilien gefallen uns Vale1 (WKN: 897998) und Eletrobras1 (WKN: 899026), ein Versorger, der zu knapp 0,2 Buchwert notiert, also extrem billig ist. Allerdings hat Eletro-bras auch eine hohe Verschuldung. Das ist aber im Preis drin, wenn Sie bedenken, dass hier das Risiko eines Total-verlustes – anders als zum Beispiel bei Microsoft – nicht ganz Null ist.


Auf gute Investments!
 

Ihr
Prof. Dr. Max Otte
maxotte.de
 

P.S.: Gerade las ich eine Überschrift bei web.de, wo der Premier der Putschregierung mit „Russland will Dritten Weltkrieg“ zitiert wird. Der amerikanische Außenminister Kerry droht Russland. Da wird mir übel.

_________
1 Titel befindet sich sowohl im PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) als auch im Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM)

Volltextsuche
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Wie geht es weiter?
  • Wo liegen die nächsten Kursziele?
  • Welche Möglichkeiten haben Anleger?

Performance: Dax-Aktien 2017 im 1.Quartal 2017

Platz: 30
Unternehmen: BMW
Von 88,81auf 85,50 Euro
Performance: -3,73%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im boerse.de-Aktienbrief, den Sie hier gerne anfordern können...
Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird
Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird
Thomas Müller und Alexander Coels haben in "Das Börsenbuch" die spektakuläre Prognose ausgestellt, dass der Dax bis 2039 auf 100.000 Punkte steigen wird. Diese einzigartige Börsenvision mag viele Anleger, angesichts des ständigen Bergauf und –ab an den Finanzmärkten, überraschen. Dabei ist die Überlegung dahinter einfach erklärt.