Dax
12.667,00
0,06%
MDax
25.028,00
-0,06%
BCDI
151,05
0,00%
Dow Jones
20.937,91
0,21%
TecDax
2.237,00
-0,07%
Bund-Future
160,72
-0,12%
EUR-USD
1,12
-0,01%
Rohöl (WTI)
51,49
0,00%
Gold
1.252,10
0,08%

Kolumne09:01 12.08.13

Börsenexperte und Autor Prof. Dr. Max Otte

Unsere ersten Aktien

Sehr geehrte Privatanleger,

nachdem meine Kinder schon seit ungefähr zwei Jahren von mir gelegentlich hören, was Aktien sind, haben wir am letzten Montag „unsere“ ersten Aktien gekauft. Sophie ist 9, Carl 8. Die Kinder wissen, dass Aktien Unternehmensanteile sind.

Eigentlich halte ich mich mit der kaufmännischen Ausbildung meiner Kinder zurück. Griechische Sagen, die kleine Weltgeschichte von Ernst H. Gombrich, nordische Sagen, Römer und Naturkunde stehen eigentlich auf dem Programm.

Und was macht mein Sohn: er will Monopoly spielen!

Anscheinend können wir unser Elternhaus doch nicht verleugnen.

Eine kleine Tatsache am Rande: die Idee für Monopoly wurde vor über 100 Jahren von der Bodenreformbewegung entwickelt, um die Übel des Kapitalismus zu entlarven und für eine gerechtere Wirtschaftsordnung zu werben. Dann erwarb Parker Brothers die Rechte und machte einen Welterfolg daraus. Urinstinkte – Gier, Habsucht, und der Wille zum Sieg – lassen sich eben doch nicht so einfach ausrotten. Aber vielleicht hat das Spiel doch einen pädagogischen Wert, wenn man richtig damit umgeht.

Zurück zum Aktienkauf.

Ich konnte mich mit meinen Kindern über den Unterschied zwischen Gewinnausschüttung und Kursentwicklung unterhalten. Sie haben prinzipiell verstanden, was eine Dividende ist. Auch, dass Kursschwankungen langfristig unerheblich sind. Hoffentlich behalten sie es auch!

Es zeigte sich, wie unterschiedlich die Anlegerpersönlichkeiten meiner Kinder sind. Sophie wollte etwas mit Schmuck. Also kauften wir Richemont (WKN: A0Q9J3). Die Aktie ist sicherlich derzeit fair bewertet, aber es ist ein Top-Unternehmen. Sophie wollte auch sozial verantwortlich anlegen. Als ich die Aktie von Van de Velde (WKN: A0J27E) ins Spiel brachte meinte sie, dass Sie aber keine Aktien von Bordellbetreibern wolle (obwohl sie es etwas anders ausdrückte). Die Bilder von van den Velde müssen da bestimmte Assoziationen geweckt haben. Sophie hat also sehr konzentriert angelegt.
 
Carl wollte Dividendenwerte. Und er wollte diversifizieren. Also kaufen wir Coca Cola (WKN: 850663), BMW Vz. (WKN: 519003) und Maschinenfabrik Berthold Hermle (WKN: 605283). Am liebsten hätte er noch mehr gekauft. Vielleicht war das der Monopoly-Effekt. Da musste ich ihn bremsen.

Nachdem die Titel in das Depot eingebucht waren, sah ich bei meinen Kindern echte Freude. Das hätte ich bei diesem relativ abstrakten Thema nicht erwartet. Nun werden wir ab und zu das Depot besichtigen, vielleicht auch mal aufstocken. Nur eins werden wir in den nächsten 5 Jahren nicht tun: verkaufen.

Auf gute Investments,
Ihr
Prof. Dr. Max Otte
maxotte.de

Volltextsuche
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Weltgrößter Onlinehändler als Allzeithoch-Maschine!
  • Buffett: Amazon kann keiner mehr besiegen!
  • Magische 1000-Dollar-Hürde nur noch Formsache?

Performance: Dax-Aktien 2017 im 1.Quartal 2017

Platz: 30
Unternehmen: BMW
Von 88,81auf 85,50 Euro
Performance: -3,73%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im boerse.de-Aktienbrief, den Sie hier gerne anfordern können...
Einführung in die Börsenzyklen
Einführung in die Börsenzyklen
Die Kenntnis der Börsenzyklen ist eine mächtige Waffe im Arsenal eines jeden Anlegers oder Analysten. Das vielleicht bekannteste Börsensprichwort überhaupt „Sell in May and go away“ basiert beispielsweise auf den Börsenzyklen. Im neuen boerse.de-Wissensbereich stellen wir Ihnen die Börsenzyklen vor.