Kolumne09:32 09.07.12
Von guten und schlechten Börsenzeiten
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle betonen wir immer wieder, dass die Kurse für uns das ausschlaggebende Kriterium sind und weniger fundamentale Nachrichten. Und je nachdem welche primäre Richtung diese einschlagen, so die Berichterstattung: Steigen die Kurse eine gewisse Zeit deutlich an, wird von der Finanzpresse gemeinhin von freundlichen Börsen gesprochen, von „Bullen“, die wieder das Zepter in der Hand halten, von optimistischen Marktteilnehmern, kurzum von einer guten Börsenzeit. Das Gegenteil erlebten wir zuletzt. Denn fallen die Kurse über eine gewisse Zeit, wird das Sentiment der Anleger wieder als verdüstert bezeichnet, von wachsendem Pessimismus ist die Rede und der Begriff der „schlechten Börsenzeit“ macht die Runde.
Objektiv betrachtet ist es natürlich vollkommen richtig davon zu sprechen. Dennoch nehmen wir nicht unbedingt eine solche Einteilung vor. Börse ist für uns Trendfolger nie gut oder schlecht. Börse ist für uns ein Markt, an dem sich übergeordnete Trends herausbilden – nach oben wie nach unten. Und durch die heutige Auswahl an Optionsscheinen und Zertifikaten ist es möglich, sowohl an fallenden wie an steigenden Notierungen zu verdienen. Warum sind daher nur steigende Kurse „gut“ und fallende Börsen „schlecht“? Als Trendbrief-Abonnent wissen Sie, wovon wir sprechen.
Entscheidend ist es, die richtigen Anlage-Instrumente zu nutzen und ein gutes Markt-Timing zu haben. Zu erkennen, wann ein Aufwärtstrend startet, diesen vollumfänglich mitzunehmen und rechtzeitig den Switch von Long auf Short vornehmen, wenn sich eine Trendwende abzeichnet. Wie Sie wissen, berücksichtigen wir im Trendbrief dabei neben der 200-Tage-Linie als Timing-Indikator noch einige weitere Hilfsmittel. Aber selbst wenn „nur“ dem GD200 für Ein- und Ausstiegssignale gefolgt wird, können mittel- bis langfristig prächtige Renditen erzielt werden. So waren seit 1995 über 17.000 Dax-Punkte Gewinn möglich, wenn nur den großen Dax-Trends gefolgt wurde und ein Vielfaches, wenn Derivate eingesetzt wurden. Daher:
Fallende Kurse sind nicht per se als schlecht zu titulieren. Wenn das Timing stimmt und die richtigen Derivate verwendet werden, kann die Börsenentwicklung vollkommen neutral betrachtet und Chancen auf der Long- wie Short-Seite wahrgenommen werden.
Ihr
Tobias Pichler
Redakteur
Trendbrief