Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
das Börsenjahr ist erst zwei Wochen alt, doch einige bemerkenswerte Botschaften sind schon zu verzeichnen. Vor allem an der Wall Street hat der Optimismus der Anleger deutlich zugenommen. Immerhin hat das Interesse genügt, die US-Indizes selbst bei bescheidenen Umsätzen nahe ihrer Höchststände aus dem Jahre 2011 zu festigen. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um die Notierungen vor dem Ausbruch der Schuldenkrise im Juli/August vergangenen Jahres, und das will schon etwas heißen. Die Aktienbarometer in Europa ziehen nur zögernd nach. Kein Wunder, denn hier sind die tatsächlichen oder vermeintlichen Probleme allgegenwärtig und entsprechend heftig die Reaktionen. Selbst die lange Zeit vor Kraft strotzenden asiatischen Märkte fallen als Schrittmacher aus, weil die Konjunktur in den Wachstumsregionen etwas nachgelassen hat. Doch die Chancen stehen nicht schlecht. Die Möglichkeiten scheinen die Anleger zu reizen: In Deutschland hat die Zahl der Aktionäre in der zweiten Hälfte 2011 überraschend zugenommen, und das mitten in der Krise. Jedenfalls wird der Handel in den kommenden Tagen von brisanten Einflüssen bestimmt, die etliche Chancen auf erfolgreiche
KFT-Trades eröffnen.
Den größten Raum nehmen die Quartalsbilanzen der jetzt in Schwung kommenden Berichtssaison ein. Zwischen Dienstag und Donnerstag liegt der Schwerpunkt auf mehreren US-Großbanken mit der Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, State Street, US-Bancorp., American Express, Bank of America und Morgan Stanley an der Spitze. Um die Geldkonzerne ranken sich zurzeit etliche günstige Prognosen für 2012 nach einem „Jahr 2011 zum Vergessen“. Womöglich könnten die Bankenaktien dieses Jahr eine der interessantesten „Stories“ werden. Nicht zu unterschätzen sind die Ergebnisse und Ausblicke, die uns Trendsetter wie IBM, Intel, Microsoft, Google und General Electric ab Donnerstag liefern. Die schlechte Botschaft kommt von der Rating-Agentur Standard & Poor‘s, die die Bonität von gleich neun Euroländern herabgestuft hat, darunter Frankreich und Österreich. Die Empörung darüber ist groß. Schließlich wird der Kampf gegen die Schuldenkrise damit erschwert. Deutschland behält seine Spitzenbewertung. Die heute zu Handelsbeginn leichtere Aktientendenz ist auch im Rahmen der nach den Kursgewinnen notwendigen Verschnaufpause zu sehen. Zudem bleiben die US-Börsen wegen Feiertag geschlossen. Lesen Sie mehr zur aktuellen Thematik mit all ihren Chancen und Risiken weiter unten.
Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr
Gerhard Mahler
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