Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
heute ist es wieder soweit – der Valentinstag lässt sicher mancherorts die Herzen höher schlagen. Blumengeschäfte, Konfekthersteller und Juweliers können wieder davon profitieren. Wer jedoch vom Liebsten „vergessen“ wird, sollte großzügig darüber hinweg sehen. Was bedeutet schon ein einzelner Tag, wenn es doch darauf ankommt, die Partnerschaft über Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte zu pflegen?
Eine solche stabile Liebesbeziehung – wenn auch ganz anderer Art – führt Warren Buffett seit mehr als einem halben Jahrhundert zu Aktien. Die Treue wurde belohnt und machte den Sohn eines Brokers zum Milliardär. Und die Liason dauert fort, der Superinvestor hält die Beteiligung an Unternehmen für die dauerhaft rentabelste und vor allem auch sicherste Anlageform, wie in einem aktuellen Gastbeitrag für die Zeitschrift Fortune zu lesen ist. Im Gegensatz dazu hat Buffett für Staatsanleihen wenig übrig, ganz im Gegenteil. Derzeit sollten diese sogar mit einem Warnzeichen versehen werden.
Der Grund ist schnell erklärt. Sinn und Zweck jeder Investition ist es, sich durch den Verzicht auf heutigen Konsum später mehr leisten zu können. Mindestens aber sollte das Kapital, welches über eine bestimmte Kaufkraft verfügt, erhalten bleiben. Die gegenwärtigen Zinsen auf Staatsanleihen kompensieren aber den inflationsbedingten Verlust an Kaufkraft eben nicht. Buffett bezieht sich dabei konkret auf amerikanische T-Bills, dies gilt jedoch auch für Schatzbriefe der Bundesrepublik. Derzeit beträgt die Rendite beim Typ B (siebenjährige Laufzeit) 1% p.a., die aktuelle Inflationsrate liegt bei 2,1%. Das heißt, der reale Verlust beträgt 1,1%. Das ist bitter.
In diesem Zusammenhang finde ich es übrigens völlig unangemessen, wie die Finanzagentur ihre „Schätze“ bewirbt. Sie seien „die ideale Anlageform für alle, die ihre Nerven nicht mit unnötigen Risiken belasten möchten“. Derzeit ist bei null Risiko nur der Verlust garantiert. Aber die Agentur geht noch weiter. Wer Bundesschatzbriefe kauft, „investiert in jährlichen Gewinn“. Die meisten Menschen haben da sicher einen anderen Profitbegriff!
Auch Gold als Anlageform gibt Warren Buffett einen Korb. Das Edelmetall ist unproduktiv und ein Investment darin basiert lediglich auf der Hoffnung, dass andere später mehr dafür bezahlen. Wer profitabel und sicher investieren möchte, sollte sich an Sachwerten beteiligen. Das können Unternehmen, Immobilien oder auch Farmen sein, wobei der 81jährige die erste Kategorie klar bevorzugt.
Hier gilt es jedoch auf Qualität zu setzen, oder, in den Worten Buffetts, auf kommerzielle Kühe, die dauerhaft Milch geben und mit den Jahren immer besser werden. Unternehmen mit geringen Kapitalanforderungen und Preismacht sind dabei am besten geeignet, um den Investor vor einem Kaufkraftverlust zu schützen. Falls Sie also noch keine Liebesaffäre zu Aktien haben – fangen Sie eine an!
Mit den besten Empfehlungen
Ihre
Katja Zacharias
P.S.: Im
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