Kolumne15:30 28.05.12
Warren Buffett kommt erneut unter den Hammer
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Warren Buffett ist der bedeutendste Vertreter der wertorientierten Anlagestrategie. Seit einem halben Jahrhundert stellt der 81jährige sein Können unter Beweis; die herausragende Performance von 20 Prozent p.a. über diesen Zeitraum sichert dem Milliardär bereits zu Lebzeiten einen Platz im Olymp der Investmentgötter. Mit dem Orakel von Omaha ein paar Stündchen zu plaudern ist daher der Traum vieler Valueinvestoren.
Ein Traum, der durchaus wahr werden kann, denn seit 13 Jahren lässt sich Buffett Anfang Juni zu Gunsten einer Wohltätigkeitsorganisation auf eBay versteigern. Die diesjährige Auktion beginnt am 4. Juni um 04.00 Uhr (mitteleuropäische Sommerzeit) und endet am 9. Juni ebenfalls um 04.00 Uhr. Der Meistbietende darf sieben Gäste einladen und mit diesen zusammen mit dem Milliardär bei Smith & Wollensky, einem typischen New Yorker Steakhaus, zu Mittag essen.
Interessenten benötigen allerdings viel „Kleingeld“, um die Versteigerung zu gewinnen. Bereits das Startgebot beträgt 25.000 Dollar, alle Bieter müssen sich im vorab als entsprechend vermögend qualifizieren. Zwei bis drei Millionen sollten schon zur freien Verfügung stehen, 2010 und 2011 hatten jeweils Gebote von 2,6 Millionen Dollar den Zuschlag erhalten. Beide Male war der Auktionsgewinner Ted Weschler, der damit in der Fangemeinde von Buffett sicherlich ganz oben rangiert. Für Weschler hat sich das „Investment“ in die wohl teuersten Bewerbungsgespräche aller Zeiten gelohnt, denn der bislang eher unbekannte Vermögensverwalter aus Charlottesville ist nun für einen Teil des Portfolios von Berkshire Hathaway verantwortlich.
Viel Geld muss also eingesetzt werden, um ein paar Stündchen mit dem Großmeister zu verbringen und ihm eventuell das ultimative Rezept fürs Investieren entlocken zu können. Diejenigen unter Ihnen, die keine Million übrig haben, können allerdings beruhigt sein. Das Erfolgsgeheimnis von Warren Buffett ist seit langem bekannt und kann von jedem Privatanleger als sein eigener Fondsverwalter nachvollzogen werden:
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Katja Zacharias
Redakteurin
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