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MDax 20551.0 -0.04%
TecDax 1686.0 -0.03%
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Dow Jones 19170.42 -0.11%
Nasdaq 4738.16 0.26%
EuroStoxx 3014.0 -0.05%
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Kolumne16:37 21.12.12

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Warum die Börsen heute eigentlich unten und nicht oben sind

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

eines der wichtigsten Börsengesetze ist für mich die Rückkehr zum Mittelwert. Denn die Märkte neigen immer wieder zu Extremen (die sich nur mit Blick auf die Historie als solche identifizieren zu lassen), normalisieren sich aber früher oder später, um dann häufig eine Übertreibung in die andere Richtung zu starten. Wenn Sie sich diese ewige Börsenregel vor Augen führen, bieten Aktien-Investments noch immer ein herausragendes Chance-Risiko-Verhältnis. Denn vergleichen wir:

Für den Dax errechnet sich momentan ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 10. Während der letztjährigen Börsenturbulenzen im Herbst lag das KGV durch den Dax-Rutsch in Richtung 5000 kurzzeitig sogar bei 8, doch davon abgesehen waren unsere Standardwerte noch nie so niedrig bewertet wie heute. Allein der historische KGV-Mittelwert beträgt 18/19, und die Entwicklung der Vergangenheit lässt sogar erwarten, dass sich die heutige Unterbewertung in den kommenden Jahren in eine Überbewertung wandeln wird. Ein KGV von 20 bedeutet eine Gewinnchance von 100%, bei einem KGV von 25 (Anfang 2000 lag das KGV sogar über 30) würde sich allein für den Dax ein Langfristpotenzial von 150% ergeben. – Tatsächlich ist die Gewinnchance sogar deutlich höher, denn die Unternehmensgewinne steigen ja weiter!

Um die KGVs von Anleihemärkten zu berechnen, wird das sogenannte FED-Modell verwendet, das ganz einfach den Umkehrwert der Rendite zehnjähriger Staatsanleihen abbildet. Diese Bundesanleihen rentieren momentan mit 1,35%, was ein Anleihen-KGV von 74 ergibt. Zum Vergleich: Bis Mitte der 90er-Jahre hatte das Anleihen-KGV im Bereich von 10 gelegen und im Nuller-Jahrzehnt dann um die Marke von 20 oszilliert, um nach 2008 im Zuge der Finanzkrise das heutige, aberwitzige Niveau zu erreichen. Das bedeutet:

Aktien sind massiv unterbewertet, Anleihen massiv überbewertet. Dabei waren Aktien bis 2004 stets deutlich höher bewertet als Anleihen. Danach waren die Bewertungskennziffern bis 2008 identisch, und seitdem hat sich eine Höherbewertung des Anleihenmarktes durchgesetzt. Dies bedeutet, dass Aktien im Vergleich zu Aktien heute bewertungstechnisch so attraktiv sind wie noch niemals vorher!

Mit Blick auf diese Bewertungsfakten müssten uns goldene Aktienjahre bevorstehen, wobei wir natürlich erfolgreichere Anlagealternativen als den Dax nutzen und selbstverständlich disziplinierte Trendfolger bleiben. Ich hatte diese Argumentationskette in meinem Schlussvortrag an unserem Tag der offenen Tür vorgestellt, und es ist ganz einfach ein Puzzlestück in der Vision einer bevorstehenden „großen“ Aktien-Hausse, dass die von mir geschätzte Financial Times Deutschland mittlerweile ihr Erscheinen eingestellt hat. Denn:

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die FTD in der Euphorie von 1999 aus dem Nichts eine Redaktion zusammenstellte, wobei die aggressiven Headhunter-Angebote mit exorbitanten Gehaltsversprechungen auch meinen Redakteuren Flausen in den Kopf setzten. Die erste Ausgabe der FTD erschien dann am 21. Februar 2000, und 15 Tage später hatte der Dax die bis heute magischen 8000 Punkte scheinbar erobert. Heute notieren wir immer noch darunter, während es 90% der damals existierenden Finanzpublikationen längst nicht mehr gibt. Der Markt ist also „unten“, das „oben“ liegt noch vor uns, und dessen Erreichen wird uns noch viel Freude sowie kräftige Gewinne bescheren. Da bin ich mir ganz sicher!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und vor allem gesundes 2013.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
Silber 14,05 16,73 19,12%
Gold 646,00 1.173,50 81,66%
BCI 15.055,00 26.354,00 75,05%
Apple 13,02 109,90 744,02%
Nestlé 26,66 63,00 136,33%
BCDI 35,11 128,75 266,70%
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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