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Kolumne09:51 08.06.16

Börsenexperte und Autor Christoph A. Scherbaum

Warum die EZB ein neues und gefährliches Kapitel aufschlägt

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

heute beginnt die Europäische Zentralbank ihre viel kritisierten Käufe von Unternehmensanleihen. Die Währungshüter schlagen dabei ein neues und zugleich gefährliches Kapitel auf. Neben Staatsanleihen werden dann im Rahmen des 80 Milliarden Euro schweren Aufkaufprogramms auch Anleihen von Unternehmen erworben.

Ziel der Maßnahme ist die Stabilisierung der europäischen Wirtschaft. Nur ob das durch den Kauf von Anleihen großer Unternehmen gelingt, wird vielfach bezweifelt. Denn:

In Deutschland etwa kritisiert der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) das als Corporate Sector Purchase Programme (CSPP) bezeichnete Programm scharf. BVR-Präsident Uwe Fröhlich erklärte dazu am Montag: „Der Kauf von Unternehmensanleihen wird einen kaum messbaren Beitrag zur Erfüllung des Preisstabilitätsziels leisten, erhöht aber die schädlichen Nebenwirkungen der ultralockeren Geldpolitik erheblich.“

Der BVR sieht vor allem die Wettbewerbsnachteile für mittelständische Unternehmen, die nur bedingt kapitalmarktfähig sind. Die Finanzierung über Schuldverschreibungen ist für 99 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen kein relevanter Finanzierungsweg. Der Verband macht aber noch andere Nachteile aus:

Die ohnehin bestehende Verknappung von zinstragenden Anlagen wird durch CSPP weiter verstärkt und belastet so die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte. Das bedeutet:

Für private Sparer und Geldanleger wird der Aktienmarkt somit einmal mehr zur ersten Wahl, wenn es um Renditen im positiven Bereich geht. Sparguthaben auf Girokonten werfen in den seltensten Fällen etwas ab und müssen ab einer gewissen Höhe bereits mit negativen Zinsen bezahlt werden.

So simpel die Anlage in Aktien auch ist - mit der richtigen Auswahl wird die Rendite noch deutlich besser. Das zeigen immer wieder die Champions-Aktien. Langfristanleger, die auf zehn besonders defensive Champions-Titel setzen wollen, sollten sich einmal das BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) anschauen. Denn:

Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index hat alleine im Mai 3,1 Prozent gewonnen und notiert damit schon wieder auf dem höchsten Kursniveau aller Zeiten. Zum Vergleich: Der Dax befindet sich noch immer 17 Prozent unter den Rekordkursen vom April 2015.

In diesem Sinne,
Ihnen einen erfolgreichen Handelstag
Ihr

Christoph Scherbaum
Chefredakteur
Börsen-Ausblick

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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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