Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
es ist erstaunlich, aber wahr: Sie können Ihre Rendite steigern, wenn Sie die Entwicklung des ETF-Marktes beobachten. Eine Studie in den USA, die von dem Analysehaus Trim Tabs durchgeführt wurde, ergab, dass sich der ETF-Markt gegenläufig zum Aktienmarkt verhält. Dies bedeutet: Ziehen die Anleger Gelder aus Indexfonds ab, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Aktienmarkt steigt. Was unsinnig erscheinen mag, hat bestimmte Gründe.
Den größten ETF-Markt gibt es in den USA. Anders als in Europa nutzen dort sehr viele Privatanleger Indexfonds. Anscheinend sind diese schlechter informiert und ziehen sich gerade dann zurück, wenn der Markt zu steigen beginnt. Ein weiterer Faktor sind institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen und Hedgefonds. Diese benützen ETFs auch dazu, um Gelder zu "parken". Sobald aber die Börse einen Aufwärtstrend zeigt, gehen manche Investoren dazu über, eine aktives Management zu betreiben und verkaufen ETFs.
Getestet wurden die Ergebnisse am amerikanischen Index S&P 500. Immer wenn die Anleger weniger in ETFs investierten, stieg der Index. Wenn hingegen mehr Investoren Geld in Indexfonds anlegen wollten, sank der S&P 500. Eine Strategie, die das Gegenteil der meisten Anleger macht, konnte also Vorteile erzielen.
Der Marktführer BlackRock geht davon aus, dass der ETF-Markt weltweit in diesem Jahr nur mit maximal 15 Prozent wachsen wird. Zu Jahresbeginn hatte der Vermögensverwalter noch mit einem Zuwachs von 20 bis 30 Prozent gerechnet. Diese Zurückhaltung könnte darauf hindeuten, dass sich an der Börse zumindest kurzfristig eine Erholung abzeichnet, zumal der Dezember zu den renditestarken Monaten zählt.
Starke Schwankungen in der Eurozone: ETF legt um 90 Prozent zu
Jedoch sind noch immer viele Probleme ungelöst, und die Eurozone befindet sich in einer schweren Krise. Es besteht weiterhin die ernsthafte Gefahr, dass die Eurozone auseinanderbricht und mehrere Länder in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Wie groß diese Angst ist, zeigt übrigens ein ETF, der die Volatilität des EuroStoxx 50 wiedergibt. Die Schwankungen der Aktienmärkte in der Eurozone waren in den vergangenen sechs Monaten so heftig, dass der ETFX-BofAML IVSTOXX ETF (ISIN: DE000A1H81B1) in einem halben Jahr um über 90 Prozent zulegen konnte.
Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit ist Vorsicht geboten. Solange sich kein klarer Trend herauskristallisiert, der durch charttechnische Signale bestätigt wird, sollten Anleger geduldig abwarten, bis der Markt einen Boden gefunden hat.
Mit den besten Empfehlungen
Ihr Dr. Dr. Gerald Pilz
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| Wert | Aktuell | % |
|---|---|---|
| DAX | 6.378,06 | 0,98 |
| MDAX | 10.289,17 | 0,56 |
| TecDAX | 757,55 | 0,75 |
| EURO STOXX 50 | 2.173,90 | 0,80 |
| Dow Jones Industrial | 12.529,75 | -0,09 |
| Nasdaq 100 | 2.548,20 | 0,66 |
| Gold | 1.563,00 | 0,17 |
| Silber | 28,35 | 0,53 |
| Rohöl (WTI) | 91,20 | 0,23 |
| Euro/Dollar | 1,2570 | 0,31 |
| Bund-Future | 143,70 | -0,20 |