Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
wenn man die ersten Börsentage dieses Jahres mit jenen von 2011 vergleicht, ergeben sich ein paar Ähnlichkeiten: Die Tendenz an den Aktienmärkten war jeweils fest und auch sonst überwog der Optimismus. Die Begründungen für die Kauflust Anfang voriger Woche und vor einem Jahr lesen sich ähnlich, obgleich der Chor Anfang 2011 viel zu euphorisch klang, als es in den Medien beispielsweise hieß: „Wenige Wolken am Aktienhimmel“. Davon kann gegenwärtig trotz einiger erstaunlich hoch gesteckter Indexziele für 2012 nicht die Rede sein. Doch immerhin waren Überschriften wie „Fulminanter Start ins neue Jahr“ oder „Die Rallye geht weiter“ und auch „Konjunkturzuversicht dank günstigerer Indikatoren“ sozusagen als Mutmacher zu bewundern.
Schließlich zog auch noch der Euro gegenüber dem Dollar an und das Gold notierte um einiges höher. Inzwischen sind wegen der bekannten Probleme mit der Schuldenkrise vornedran die Zweifel zurückgekehrt und die kleinen Gemeinsamkeiten von anfangs 2011 haben sich erledigt. Gegen Ende voriger Woche lautete das Motto in den Medien bei nachgebenden Kursen, die Anleger seien viel zu optimistisch. So schnell dreht der Wind an den Märkten.
Für meine Begriffe sollten in unsicheren oder ganz speziellen Börsenphasen wie jetzt historische Parallelen und die saisonalen Muster nicht so sehr strapaziert werden, wie das mitunter geschieht. Ihr Aussagewert ist bei allem Respekt ganz erheblich in Richtung Zufall gesunken. Wann „bewährte Muster“ eintreten, weiß man vorher nicht. Jedenfalls gehören dazu Börsenzeiten mit einer größeren Trendstabilität her, auf die wir meines Erachtens noch eine Weile warten müssen. Ein freundlicher Jahresauftakt allein setzt keine dauerhaften Signale. Die ersten Börsentage sind wenig Richtung weisend. Und der viel gerühmte Januar-Effekt mit freundlichen Kursen im ersten Monat des Jahres ist auch nicht mehr das, was er einmal war: Anleger kaufen Aktien zurück, die sie zuvor im Dezember aus steuerlichen Gründen veräußert haben. Vorerst bleibt es dabei: Das einzig Beständige ist der Wandel. Vor allem gilt es, den wechselnden Umständen entsprechend zu handeln. Lesen Sie mehr zu den Chancen und Risiken in der aktuellen Ausgabe des
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Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr
Gerhard Mahler
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