boerse.de - Europas erstes Finanzportal
Dax6.375,000,93%Dow Jones12.529,750,26%EUR-USD1,25700,31%
MDax10.270,000,79%Nasdaq2.531,35-0,61%Rohöl (WTI)91,030,04%
TecDax756,250,90%EuroStoxx2.171,870,71%Gold1.563,280,19%

Kolumne09:47 30.01.12

Börsenexperte, Experte und Author Christoph A. Scherbaum
Wochenausblick: Die 6.500er-Marke ist im DAX überwunden, aber...
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

es geht ja wirklich heiß her an den deutschen Börsen. Am Donnerstag vergangener Woche konnten wir eine kleine DAX-Rallye erleben. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hatte angekündigt die Zinsen länger niedrig zu halten als zunächst geplant. Dies freute die Anleger in Frankfurt so sehr, dass der DAX zum ersten Mal seit August letzten Jahres die Marke von 6.500 Punkten überspringen konnte. Ebenso positiv ist zu vermelden, dass das Krisengerede zumindest das deutsche Verbrauchervertrauen nicht erschüttern konnte.

Die Folge war, dass der DAX am Ende der vierten Kalenderwoche trotz Verluste die 6500er-Marke halten konnte. Das hatten nicht sehr viele erwartet. Und damit ist weiterhin noch Luft nach oben. Sogar theoretisch bis in die Region 6900/7000. Dennoch sind schon diverse Redaktionskollegen vorsichtiger geworden und schon auf der Short-Seite in Stellung gegangen...

Wir dürfen nun gespannt sein, in wie weit die neuerlichen Ratingherabstufungen seitens Fitch und die Nachrichten- und Gerüchtelage vom Wochenende den heutigen Wochenauftakt wirklich beeinflussen werden. Der heutige EU-Gipfel sollte derweil für einige Impulse an den Märkten sorgen. Themen wie der europäische Rettungsschirm, Fiskalunion und das Griechenland-Problem sollten dabei für einiges an Gesprächsstoff bringen. Ebenso dürften die deutschen Verbraucherpreise (Januar) von großem Interesse sein. Aus den USA erreichen uns dann noch Daten zu den privaten Konsumausgaben (Dezember). Nennenswerte Unternehmensdaten werden dagegen nicht veröffentlicht.

Am Dienstag werden uns Arbeitsmarktdaten beschäftigten. In Deutschland wird die Arbeitslosenquote (Januar) bekannt gegeben, ebenso werden Zahlen zur europäischen Arbeitslosenquote (Dezember) veröffentlicht. In den USA steht die Veröffentlichung des Redbook (Woche) auf dem Programm. Außerdem steht die Bekanntgabe des Case-Shiller-Hauspreisindex (November) an, ebenso wie das Confernce Board Verbrauchervertrauen (Januar) und der Chicago Einkaufsmanagerindex (Januar). Unternehmensseitig werden die Zahlen u.a. von Amazon, ExxonMobil, McGraw-Hill, Pfizer, Tyco und UPS auf der Agenda stehen.

Zur Wochenmitte gibt es die Vorabschätzung der Inflation für die Eurozone (Januar). Weiterhin wird am Mittwoch eine Reihe von Einkaufmanagerindizes in Europa veröffentlicht. Aus den USA erreichen uns dann der ADP-Arbeitsmarktbricht (Januar), der ISM-Einkaufsmanagerindex (Januar) und die MBA Zahl der Hypothekenanträge. Interessante Unternehmenszahlen gibt es seitens Electronic Arts, Fiat, Infineon, Qualcomm.

Am Donnerstag werden die EU-Erzeugerpreise der Industrie (Dezember) bekannt gegeben. Aus Übersee gibt es die wöchentlichen Zahlen zu den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, ebenso der wöchentliche EIA Erdgasbericht. Unternehmensseitig werden Zahlen unter anderem von CME Group, Kellog, MasterCard, Merck, Shell, Take-Two Interactive und Unilever veröffentlicht. In Deutschland sollten aber die Zahlen der Deutschen Bank und der Münchener Rück von besonderem Interesse sein.

Zum Wochenausklang stehen in Europa einige Einkaufmanagerindizes auf dem Programm und die EU-Einzelhandelszahlen (Dezember). In den USA sollte der ISM-Dienstleistungsindex (Januar) für Gesprächsstoff sorgen, ebenso die Arbeitslosenquote (Januar) und die Auftragseingänge der Industrie (Dezember). Nennenswerte Unternehmensdaten werden am Freitag dagegen nicht veröffentlicht.

In diesem Sinne, noch einen erfolgreichen Börsentag
Ihr

Christoph Scherbaum