Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
nach den Politikern der Eurozone wollen jetzt die Notenbanken in den USA sowie Asien ihre Geldhähne weiter aufdrehen. Die Erleichterung darüber führte zur Aktien-Rallye. Denn:
Damit schwand zunächst die Sorge vor einer Eskalation der Finanzkrise. Die jetzt beschlossene Erhöhung der Hilfsmaßnahmen aber bedeutet für uns, dass bald der nächste Megatrend mit steigenden Zinsen ansteht. Noch halten die Anleihen-Käufe der europäischen Zentralbank diesen Trend auf, da die EZB auf diese Weise den Zins niedrig hält. Der Markt aber signalisiert den Trendwechsel: Italien musste jüngst schon für dreijährige Staatsanleihen mit 7,9% Rendite soviel zahlen wie zuletzt in Lira-Zeiten. Auch bei uns steht ein Ende der Niedrigzinsphase an, wie der zuletzt schleppende Verkauf staatlicher Anleihen zeigte. Als Trendfolger können wir diese Konstellation auch künftig ausnutzen:
Wir schließen uns den wechselnden Trends einfach an. An den sinkenden Zinsen konnten wir über unsere Position im Bund-Future seit Juni mitverdienen (Gewinn durchschnittlich + 41%). Kürzlich drehte der Bund und ließ erkennen, dass die Marktteilnehmer anfangen, auch bei uns auf steigende Zinsen zu setzen. Wir sind daher antizyklisch noch vor Erreichen des GD200 dabei, sobald die nächsten Unterstützungen durchbrochen werden. Dies kann jetzt schnell gehen:
Der Euribor für Interbankengeld als einer der entscheidenden Zinssätze ist fast unbemerkt um 50% auf 1,5% geklettert. Banken haben die gegenseitige Kreditvergabe massiv eingeschränkt, da sie sich misstrauen. Dass ausgerechnet die hilflose Geldschwemme der Zentralbanken das Vertrauen in die Geldmärkte fördert, ist schwer vorstellbar. Wir rechnen nach einem Wechsel sogar mit dem Megatrend steigender Zinsen, da diese jahrzehntelang gefallen sind:
Der Umlaufrendite befindet sich seit nunmehr 30 Jahren im langfristigen Abwärtstrend. Vom Hochpunkt 1981 bei 11% ging es über diesen langen Zeitraum um mehr als 80% bis auf aktuell 1,5% / 2% bergab, sodass der Boden langsam erreicht ist. Die hilflose Geldpolitik mit dem daraus resultierenden Misstrauen sowie die langfristige Marktentwicklung deuten darauf, dass die Zinsen weit reichendes Abwärtspotenzial haben. Noch befindet sich die Umlaufrendite unter ihrem GD200, nach einem Wechsel in den Aufwärtstrend jedoch sehe ich kein Halten mehr. Dann eröffnen sich Chancen auf einen mindestens 100%igen Anstieg der Zinsen, wodurch der Bund-Future stark fallen würde. Als Trendfolger sind wir rechtzeitig dabei, wenn dieser Megatrend startet.
Handeln Sie erfolgreich!
Ihr
Janne Jörg Kipp
P.S.: Janne Jörg Kipp ist Trendbrief-Chefredakteur und unterstützt Sie täglich mit konkreten Empfehlungen zu den lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen sowie Rohstoffen. Der Trendbrief erscheint mittlerweile im 24. Jahrgang und ist heute der maßgebliche Börsenbrief für Trends & Tradings.
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