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Anlagehorizont: Langfristige Investments bieten höhere Erfolgschancen

Gewinn-Wahrscheinlichkeit von Aktienanlagen steigt mit der Anlagedauer


Der Anlagehorizont entscheidet über die Gewinn-Wahrscheinlichkeit: Je länger desto besser! Bei Aktieninvestments müssen immer auch Verlustperioden einkalkuliert werden. Doch bisher wurde noch jeder Einbruch aufgeholt. Dabei ist die Chance Gewinne zu erzielen umso größer, je länger der Anlagehorizont gewählt wird.

Eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge offenbart Alarmierendes: Zu viele Deutsche verlassen sich bei der Planung ihres Ruhestands auf die staatliche Rente und werden deshalb ihren gewohnten Lebensstandard nicht halten können. Schätzungen zu Folge droht jedem zehnten künftigen Rentner Altersarmut. Aus diesem Grund wird die private Vorsorge immer wichtiger, wobei eigentlich überhaupt kein Weg an langfristigen Aktieninvestments vorbeiführt.

Die Krise ist noch in vielen Köpfen


Der Chart zeigt die vielen Krisen, die der Dow Jones seit 1948 überstehen musste, und die darauf folgende Kursentwicklung. Dabei wird deutlich, dass alle Krisen eines gemeinsam hatten: Wenn sie überwunden wurden, sind die vorherigen Höchstkurse nicht nur eingestellt, sondern sogar weit übertroffen worden. Das Beispiel zeigt: Langfristig kennen die Börsen nur den Weg nach oben, sodass sich auch der denkbar ungünstigste Einstiegszeitpunkt im Nachhinein als gute Kaufgelegenheit erweisen kann.



Natürlich haben viele Anleger noch die Jahrhundert-Baisse von 2000 bis 2003 sowie den Finanzkrisen-Crash im Hinterkopf. Doch die Geschichte zeigt, dass eine Angst vor Börsen-Investments trotz solcher Rückschläge fehl am Platz ist. Denn bisher wurde jeder Einbruch auch wieder aufgeholt. Ein Beispiel:

Einer der schlechtesten Kauftage in der Börsengeschichte wäre sicher Freitag, der 16. Oktober 1987, gewesen. Denn am darauf folgenden Handelstag, der als "Schwarzer Montag" in die Geschichte einging, stürzte der Dow Jones von 2247 auf nur noch 1739 Punkte ab. Dies bedeutete ein Minus von 22,6% und damit den größten Tagesverlust der vergangenen 100 Jahre!

Doch selbst der größte Pechvogel, der vielleicht direkt am 16. Oktober 1987 eingestiegen war, hätte letztendlich glänzende Geschäfte gemacht. Es dauerte zwar 15 Monate, doch im Januar 1989 war der Einbruch wieder komplett aufgeholt worden. 20 Jahre später notiert der Dow Jones im Bereich über 10.000 Punkten bis zu fünfmal höher als am Tag vor dem großen 1987er-Crash. Dementsprechend wäre ein Investment in Höhe von 10.000 Dollar in dieser Zeit auf über 50.000 US-Dollar angewachsen!

"Dieses Mal ist alles anders"


Kurzfristige Börsenengagements ähneln dagegen häufig dem Glücksspiel. Doch die Geschichte zeigt, dass an der Börse - anders als im Casino - mit der Dauer des Anlagehorizonts auch die Wahrscheinlichkeit steigt, Gewinne zu erzielen.

In der ganz langen Betrachtung zeigen die Kurspfeile an den Börsen immer nach oben. Trotzdem häufen sich in jeder (!) Krise die Stimmen der Untergangspropheten, die "diesmal" einen kompletten Zusammenbruch der Märkte erwarten. Deswegen ist der Ausspruch "dieses Mal ist alles anders" der teuerste Satz der Börsengeschichte.

In der Dax-Historie seit 1948 schwankten die Renditen einjähriger Investments z.B. zwischen -44% im Katastrophenjahr 2002 und +152% in 1949. Dabei wurden mehr als 60% der vergangenen Jahre mit einem Kursplus abgeschlossen. Bei einer Haltedauer von fünf Jahren erhöht sich die Gewinnwahrscheinlichkeit auf bereits 82% und bei zehn Jahren sogar auf 90%. Dabei konnte mit einem Investment in den Dax seit 1980 sowohl bei einem Anlagehorizont von fünf wie auch zehn Jahren im Schnitt eine jährliche Kurs-Rendite von rund 10% erzielt werden. Im Dow Jones sind es bei einer fünfjährigen Haltedauer 10% und auf Sicht von 10 Jahren 11% p.a..

Die Geschichte zeigt, dass das Verlust-Risiko bei der Aktienanlage maßgeblich von der Dauer des Investmentzeitraums bestimmt wird. Daher ist es wichtig, einen möglichst langen Anlagehorizont zu verfolgen. Gerade im Hinblick auf die drohende Versorgungslücke kann daher gar nicht früh genug mit langfristig ausgelegten Investments begonnen werden!

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