Der Begriff "Inflation" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "das Aufschwellen" bzw. "das sich Ausweiten". In der Volkswirtschaftslehre wird mit diesem Phänomen eine Ausdehnung der Geldmenge durch die Notenbanken bezeichnet, die zu einer Entwertung von Währungen gegenüber allen anderen Gütern führt. Konkret tritt dieser Fall dann ein, wenn die Geldmenge schneller wächst, als die reale Güterproduktion. Durch das veränderte Austauschverhältnis sinkt der Wert des Geldes und die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen. Die Folge ist ein realer Kaufkraftverlust.
Um der Finanz- und Wirtschaftskrise entgegenzusteuern, haben die Notenbanken weltweit Billiarden an Liquidität in die Finanzsysteme gepumpt. A la longue dürfte diese historisch einzigartige Geldschwemme unweigerlich zu einem inflationären Szenario führen. Während sich in Deutschland seit 1951 eine durchschnittliche Inflation von 2,7 Prozent errechnet, erwartet bspw. der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) in nächster Zeit sogar eine Teuerung zwischen fünf und zehn Prozent pro Jahr.
Sollte sich die Inflationsrate langfristig auf jährlich nur 2,5 Prozent einpendeln, dann haben 1000 Euro in 30 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 477 Euro. Wird bspw. für den Alters-Ruhestand mit monatlichen Ausgaben von 2000 Euro zum heutigen Wert kalkuliert, dann sind dafür in 30 Jahren 4195 Euro im Monat bzw. 50.000 Euro im Jahr erforderlich. Das bedeutet:
Angenommen, es sei für eine Anlage in Geldwerten auf lange Sicht ein konstanter Zinssatz von 5% p.a. erzielbar. Dann bedürfte es einer Summe von einer Million Euro (!), damit in 30 Jahren lediglich 2000 Euro heutiger Kaufkraft entnommen werden können! Dafür bedürfte es eines monatlichen Ansparbetrages von 1200 Euro. Die Alternative:
Um in 30 Jahren über ein Vermögen von einer Million Euro verfügen zu können, wird an der Börse bei durchschnittlichen Kursgewinnen von 8,5% jährlich (der Dax kletterte seit 1980 im Mittel um 9,3% p.a.) eine monatliche Sparleistung von nur 602 Euro benötigt. Bei 14% jährlich (das ist der durchschnittliche Kursgewinn der Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief in den vergangenen 10 Jahren) sogar nur 378 Euro. Der Unterschied: In 30 Jahren stehen dann nicht 50.000 Euro im Jahr zur Verfügung, sondern zwischen 85.000 Euro (bei 8,5% p.a.) und 140.000 Euro (bei 14% p.a.)!
Anlagen in Geldwerten sind der Inflation schutzlos ausgeliefert, während Aktien als Sachwerte davon sogar profitieren. Denn:
Ein Produkt, das heute bspw. 1.000 Euro kostet, verteuert sich bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,5% p.a. innerhalb von 30 Jahren auf 2.100 Euro. Das hat grundsätzlich keine Auswirkung auf die reale Gewinnentwicklung des Unternehmens, doch der nominale Gewinn erhöht sich aufgrund der inflationsbedingt höheren Preise. Wenn das Unternehmen z.B. eine Gewinnspanne von 15% erzielt, klettert der Gewinn bei sonst unveränderten Bedingungen je Produkt von 150 auf 315 Euro. Wenn wir ganz einfach davon ausgehen, dass die Aktie des Unternehmens an der Börse mit dem 10-fahcen Gewinn bewertet wird, ergäbe sich heute ein Aktienkurs von 1500 Euro. Wenn der Gewinn je Aktie nun in 30 Jahren auf 315 Euro steigt, dann würde der Aktienkurs bei einer unveränderten Gewinnbewertung auf 3.150 Euro klettern. Der Aktienkurs hätte sich also alleine wegen der Inflation mehr als verdoppelt!
Fazit: Nur mit Aktien-Investments gelingt eine langfristig erfolgreiche Vermögensvermehrung. Die langfristig besten Aktien der Welt finden Sie im boerse.de-Aktienbrief.