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Asset-Allocation – So funktioniert Vermögensaufteilung

Bild zeigt Gruppe von kleinen Figuren vor Charts

Was ist Asset-Allocation

Der Begriff Asset-Allocation(dt. Anlageaufteilung) beschreibt die Aufteilung Ihres Vermögens auf verschieden Anlageklassen(Assets), die Sie aktiv festlegen sollten. Klammern wir Immobilien aus, geht es um Ihr frei verfügbares Finanzvermögen. Wenn Sie in absehbarer Zeit größere Zahlungen zu leisten haben (Anschaffungen, Steuernachzahlung etc.), gehört die dafür benötigte Liquidität nicht zum freien Finanzvermögen, und genauso sind Börsenkredite tabu.

Unsere Empfehlung für die Asset-Allocation

Den Empfehlungen der Börsenverlag-Börsendienste folgen Tausende Anlegerinnen und Anleger. Abonnenten können auf vielerlei Services zurückgreifen und haben zum Beispiel die Möglichkeit, mit den Mitarbeitern unseres Redaktionstelefons über die Börse oder konkrete Börsendienst-Empfehlungen zu diskutieren.

Wir haben daher eine gute Vorstellung davon, wie Privatanleger denken und investieren. Dabei sehen wir immer wieder, dass es vielen Börsenbeginnern an Überlegungen zur eigenen Depotstruktur fehlt und deshalb oftmals zu viel Kapital in einzelne Positionen investiert wird. Wir möchten Ihnen daher einige Empfehlungen für Ihren persönlichen Portfolioaufbau geben.

Wir empfehlen eine Aufteilung des frei verfügbaren Finanzvermögens in die Anlageklassen Börse, Gold und Cash nach der Devise „Aktien als Investment und Gold als Geld“. Eine sinnvolle Asset-Allocation könnte z.B. bedeuten, 50 % an der Börse einzusetzen, 30 % in Gold zu investieren und 20 % Liquidität zu halten.

• Der Bereich Börse steht für Aktien, Derivate, Fonds, Index-Zertifikate, ETFs usw. sowie Liquidität. Denn ein Börsenanteil von 50 % Ihres Finanzvermögens bedeutet nicht, dass Sie mit diesen 50 % stets zu 100 % investiert sind. Dabei sollte Ihr Börsenportfolio wie eine Pyramide aufgebaut sein, die wir im Abschnitt „Ihre persönliche Anlagepyramide“ erklären.

• Gold ist in Zeiten des ungehemmten Gelddruckens unseres Erachtens ein Muss. Dabei geht es nicht um Finanzinstrumente auf Gold, sondern alleine um physisches Gold, also Barren und Münzen, auf die Sie jederzeit Zugriff haben.

• Den Liquiditätsanteil braucht es, um im Crash reagieren zu können, also den Investmentbereichen Börse oder Gold wieder Cash für Nachkaufgelegenheiten zuführen zu können.

Asset-Allocation durch regelmäßiges Rebalancing

Durch Kursveränderungen ändert sich natürlich die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen, doch Sie dürfen nicht die Märkte über Ihre Vermögensstruktur entscheiden lassen. Deshalb gilt es, die Asset-Allocation regelmäßig zu re-adjustieren, was als „Rebalancing“ bezeichnet wird.

Ein solches Rebalancing sollte ein- bis zweimal jährlich durchgeführt werden. Aufgrund der Börsenzyklen (starke Winter-, schwache Sommermonate) bieten sich dafür der 31. März und der 30. September jedes Jahres an. Gehen wir vereinfacht von 100.000 Euro Finanzvermögen aus, die entsprechend der obigen Asset-Allocation angelegt sind. Also gilt:

Ziel Asset-Allocation

Börse 50 % = 50.000 Euro
Gold 30 % = 30.000 Euro
Cash 20 % = 20.000 Euro

= 100.000 Euro

Unterstellen wir nun ein gutes Börsenhalbjahr und ein Plus von 20 % im Börsenbereich. Damit verschieben sich die Vermögensanteile wie folgt:

Ist-Asset-Allocation

Börse 54,5 % = 60.000 Euro
Gold 27,3 % = 30.000 Euro
Cash 18.2 % = 20.000 Euro

= 110.000 Euro

Durch den 20 %-Gewinn im Börsenbereich hat sich dessen Vermögensanteil von 50 % auf 54,5 % erhöht. Und dadurch sind die Bereiche Gold sowie Cash unterrepräsentiert.

Ziel Asset-Allocation Rebalancing (bei Gelegenheit)

Börse 50 % = 55.000 Euro – 5000 Euro Gewinne mitnehmen
Gold 30 % = 33.000 Euro + 3000 Euro Gold nachkaufen
Cash 20 % = 22.000 Euro + 2000 Euro Cash erhöhen

In diesem Beispiel gilt es also, Gewinnmitnahmen im Börsenbereich vorzubereiten, um dafür Gold nachzukaufen und den Cash-Anteil zu erhöhen.

Der große Vorteil eines solchen Rebalancing ist stets, dass Sie wissen, in welchen Anlageklassen Ihr Depot über- beziehungsweise untergewichtet ist. Wenn Sie regelmäßig zu der von Ihnen geplanten Asset-Allocation zurückkehren, reduzieren Sie die Risiken Ihres Finanzvermögens und vergessen in boomenden Marktphasen niemals Gewinnmitnahmen. Sie investieren diszipliniert, schalten Emotionen aus und verstärken „antizyklisch“ die Bereiche, die gerade weniger populär sind.

Quelle: Dieser Artikel wurde in „Das Börsenbuch“ von Thomas Müller und Alexander Coels veröffentlicht. Wenn Sie mehr über eine sinnvolle Portfolioaufteilung erfahren möchten, können Sie hier eine kostenlos Leseprobe von „Das Börsenbuch“ downloaden.

Grundlagen der Aktienanlage

Vermögensaufbau leicht gemacht

Bild mit Münzstapel
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