Dax 11036.5 0.45%
MDax 21294.0 0.24%
TecDax 1730.5 0.03%
BCDI 129.94 0.00%
Dow Jones 19549.62 1.55%
Nasdaq 4850.5 0.01%
EuroStoxx 3155.0 0.02%
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Börsen-Weisheiten

Wenn Sie länger an den Aktienbörsen aktiv sind, haben Sie es vielleicht schon bemerkt: Einige Dinge wiederholen sich, es gibt Zyklen. „Alte Hasen“ an den Börsen haben ihre Erkenntnisse in Sätzen zusammengefasst, die bestimmte Phänomene auf den Punkt bringen. Ein Beispiel: An der Wall Street heißt es „sell in May and go away“ – im Mai soll man die Aktien verkaufen und ruhig in den Urlaub fahren.

Der Mai ist statistisch gesehen eher ein schlechter Börsenmonat!

Solche Weisheiten müssen wir nicht einfach hinnehmen – denn zum Glück gibt es statistische Auswertungen dazu. So hat das Standardwerk „Das Börsenbuch“ für den Dow Jones die Tagesveränderungen seit dem Beginn im Jahr 1896 (!) ausgewertet. Und in der Tat: Auf Basis dieser umfangreichen Daten lautet das Ergebnis für den Mai: Im Mai folgt die erste größere Korrektur, die jedoch nach vier Wochen schon wieder aufgeholt ist. Die Weisheit „sell in May and go away“ ist also kein loses Gerede, sondern hat ihre Berechtigung.

Übrigens gilt dies auch für den DAX. Denn eine vergleichbare Analyse der Tagesveränderungen des DAX durch „Das Börsenbuch“ ergab: Der Mai bietet nur eine unterdurchschnittliche Gewinn-Wahrscheinlichkeit von 52% und eine durchschnittliche Performance von -0,01%. Die Crash-Gefahr ist mit 7% relativ hoch. Das bedeutet: Auf Basis der historischen Daten ist auch für den DAX der Mai kein guter Monat.

Haben politische Börsen wirklich kurze Beine?

Eine weitere Börsenweisheit lautet „Politische Börsen haben kurze Beine“. Damit soll ausgesagt werden, dass stark schwankende Kurse aufgrund von politischen Ereignissen bald wieder zu ihrem vorigen Niveau zurückkehren. Das sagen die statistischen Auswertungen dazu:

In „Das Börsenbuch“ gibt es auch dazu Untersuchungen. Der deutsche Regierungszyklus lässt sich in zwei Phasen unterteilen. Während die Kurse in Wahljahren und Nachwahljahren auf der Stelle treten, beginnt anschließend die deutlich bessere Phase. Zwischenwahljahre und Vorwahljahre bestechen dabei sowohl durch ihre hohe Durchschnitts-Performance als auch durch die überzeugende Gewinn-Wahrscheinlichkeit.  

Warum schnelle Gewinnmitnahmen nicht immer optimal sind

Eine weitere Börsen-Weisheit lautet: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand arm geworden“. Gemeint ist damit: Auch einmal kleine Gewinne mitnehmen. Wenn dies oft genug geschieht, summiert sich das auch. Das stimmt natürlich – in dem Sinn, dass diese Aussage nicht falsch ist. Aber ist sie auch optimal? Einige der besten Anleger der Welt handeln völlig anders.

Beispiel Warren Buffett: Dieser Star unter den Investoren steht nicht für „schnelle Gewinnmitnahmen“. Im Gegenteil. Er ist der Ansicht, dass man eine Aktie, welche man nicht 10 Jahre halten möchte, auch nicht für 10 Minuten halten sollte. Gewinner-Aktien identifizieren – und dann über lange Zeiträume daran festhalten, das passt eher zu Warren Buffett. Nach der Devise (und damit einer weiteren Börsen-Weisheit): „Gewinne laufen lassen – Verluste begrenzen!“

Börsen-Weisheiten sind natürlich auch ein Thema im „Aktien-Ausblick“. Hier werden Aussagen auch von Star-Investoren gründlich unter die Lupe genommen. Sie gehen kein Risiko ein: Der „Aktien-Ausblick“ ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Hier können Sie diesen Newsletter anfordern.

Grundregeln und Tipps die Einsteiger beachten sollten