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Sparpläne

Inzwischen werden zahlreiche ETC- und ETF-Sparpläne angeboten, die sich vor allem an Kleinanleger richten. Mit regelmäßigen Raten von mindestens 25 bis 50 Euro im Monat können Sie so Kapital ansparen und gezielt anlegen. Der Vorteil von Sparplänen besteht darin, dass Sie nicht den vollen Preis für einen ETF-Anteil entrichten müssen, sondern auch Bruchteile erwerben können, die Ihrem Depot gut geschrieben werden. Durch die monatliche Besparung erzielen Sie zudem einen Durchschnittspreis beim Kauf; Schwankungen des ETFs werden dadurch geglättet, was Experten Cost Averaging nennen. 

 

Vorteile von Sparplänen

  • geringe Ratenhöhe (ab 25 Euro monatlich je nach Anbieter)
  • Möglichkeit, den Sparplan zu unterbrechen oder jederzeit aufzulösen
  • Erwerb von Bruchteilen eines Fonds
  • geglättete Einkaufskurse (Cost Averaging) durch regelmäßiges Sparen
  • Kombination mit einem Riester- oder Rürup-Vertrag (staatliche Förderung)

Staatliche Zulagen durch die Riester-Rente

 

Einige Sparpläne sind auch mit der Riester-Förderung gekoppelt, so dass Sie staatliche Zulagen und Steuervergünstigungen erhalten.

 

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, eine solche Riester-Rente abzuschließen, sollten Sie sich auf jeden Fall einen Überblick über die Gebühren und Provisionen verschaffen. Einige Anbieter verlangen so hohe Provisionen und Gebühren, dass die staatlichen Vorteile aufgezehrt werden. Lassen Sie sich vom Versicherungsvermittler schriftlich die Höhe der Kostenbelastung geben. Unzählige Riester-Produkte rechnen sich nicht, da die Kosten und Gebühren der Banken und Versicherungen sehr hoch sind. Es wird immer nur ein Teil Ihrer Beiträge in Fonds investiert, der andere Teil dient dazu, Verwaltungs- und Absicherungskosten zu decken; dieser Kostenanteil kann sich bis auf 20 Prozent Ihres Beitrags belaufen. Daher sollten Sie sorgfältig und gewissenhaft prüfen, ob sich ein ETF-Sparplan auf Rieterbasis für Sie lohnt. Lassen Sie sich nicht durch staatliche Zulagen oder Vergünstigungen in die Irre führen. Ist die erzielbare Rendite nicht hoch genug, da die hohen Kosten einen Großteil verschlingen, sollten Sie von einer solchen Geldanlage absehen. Die staatliche Förderung ist häufig nur ein Vorwand, um teure und wenig rentable Finanzprodukte zu bemänteln.

 

Wenn Sie die staatliche Förderung haben wollen, sollten Sie auf jeden Fall einen günstigen Anbieter mit transparenten Kosten heraussuchen, der Ihnen ein hohes Maß an Flexibilität bei der Auswahl der ETFs zugesteht. Einige Anbieter stellen nur eine Handvoll ETFs zur Verfügung. Sie sollten mindestens unter 30 oder 50 ETFs auswählen können, damit Sie in jeder Börsensituation das richtige Anlageinstrument haben.
 

Nachteile von Sparplänen

 

Auch reine Fondssparpläne ohne Riester-Förderung können Nachteile mit sich bringen. So werden bei vielen Anbietern Mindestgebühren berechnet, die beispielsweise sogar 2,50 Euro zuzüglich einer variablen Gebühr betragen. Wenn Ihre monatliche Sparrate gerade einmal 50 oder 100 Euro beträgt, summieren sich solche Gebühren sehr schnell. Ein Renten-ETF, der auf Jahressicht Ihnen 3 Prozent einbringt, wäre bei einer solchen Gebührenbelastung völlig uninteressant. Bei manchen Sparraten ergibt sich bei einer festen Gebühr von beispielsweise 2,50 Euro und einem variablen Zuschlag eine Belastung von über 10 Prozent bei einer Sparrate von 25 Euro monatlich. Ein solcher Sparplan ist absolut unsinnig und mit enormen Kosten belastet. Sie verlieren Geld. Selbst bei einer monatlichen Rate von 50 Euro kommen etliche Anbieter auf eine Gebührenquote von über 5 Prozent, d.h. Sie verlieren bei einer Sparrate 5 Prozent, die Sie erst wieder durch Wertsteigerungen hereinholen müssen.

 

Sind Ihre monatlichen Raten zu gering und die Gebühren zu hoch, empfiehlt es sich, die ETFs einzeln zu kaufen und auf einen regelmäßigen Sparplan zu verzichten. Kaufen Sie statt für monatlich 50 Euro lieber halbjährlich für 300 Euro ETFs. Die Gebührenbelastung ist dann sehr viel niedriger. Eine Bank, die Ihnen für den Fondssparplan, außerdem Depotgebühren abverlangt, sollten Sie wechseln. Fondssparpläne rentieren sich nur, wenn Sie die Gebühren möglichst niedrig halten.

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Anlage in ETCs