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Gewinnbegriffe und ihre Bedeutung

Wenn börsennotierte Unternehmen die Quartals-, Halbjahres- oder Jahresergebnisse veröffentlichen, dann herrscht bei in der Zunft der Fundamental-Analysten Hochbetrieb. Auf Basis von verschiedenen Kennzahlen aus den Gewinn- und Verlustrechnungen werden Urteile gefällt. Ob die Analystenmeinung „Kaufen“, „Halten“ oder „Verkaufen“ bzw. Englisch „Buy“, „Hold“, „Sell“ lautet, hängt unter anderem auch von den zugrunde gelegten Gewinnbegriffen und deren Interpretation ab. Sie sollten wissen:


Fundamentale Aktienanalyse: Gewinn ist nicht gleich Gewinn


Da fundamentale Kennziffern einen breiten Interpretationsspielraum eröffnen, kommt es immer wieder vor, dass verschiedene Analysten zu ein und demselben Unternehmen völlig unterschiedliche Schlussfolgerungen ziehen bzw. Kursziele bestimmen. Wenn dann noch der jüngeren Vergangenheit ein zu großes Gewicht beigemessen wird, sind gerade bei unterbewerten Aktien von Unternehmen, die eine Krise zu durchstehen hatten, Fehleinschätzungen programmiert. Daher:


Wie Sie Aktien unabhängig von oft widersprüchlichen Analystenmeinungen selbst einschätzen können, erfahren Sie börsentäglich im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick. Und der Turnaround-Trader hat sich auf unterbewertete Aktien spezialisiert, die entgegen der Mainstream-Meinung der Analystenzunft vor einem fulminanten Comeback an der Börse stehen. Eine Kaufempfehlung im Turnaround-Trader erfolgt unabhängig davon, ob in den Quartalsergebnissen ein positives Ergebnis ausgewiesen wird. Denn der Begriff „Gewinn“ ist dehnbar. Konkret:


Fundamentale Aktienanalyse: Nettogewinn, EBIT, EBITA und EBITDA


Unter Nettogewinn wird der Betrag verstanden, der nach Abzug aller Kosten und Steuern am Ende einer Geschäftsperiode übrig bleibt. Jedoch spiegelt diese Zahl ist nicht immer den tatsächlichen Unternehmenserfolg wider, da es durch einmalige Effekte (Firmenwertabschreibungen, Verkäufe von Unternehmensteilen, Steuern etc.) zu erheblichen Verzerrungen kommen kann. Daher werden oft andere Gewinnbegriffe herangezogen, bei denen diese Einmaleffekte in unterschiedlichem Ausmaß heraus gerechnet werden. Zum Beispiel:


Das EBIT (Earnings Before Interests and Taxes) ist das Ergebnis vor Steuern und Zinsen und wird vielfach auch als „operativer Gewinn“ bezeichnet. Bei der Berechnung dieser Gewinnkennziffer werden alle nicht der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit zuzuordnenden Aufwendungen eliminiert, wodurch ein unverzerrter Einblick in die tatsächliche geschäftliche Situation einer Gesellschaft möglich werden soll.


Einen Schritt weiter geht das EBITA (Earnings Before Interests, Taxes and Amortisation). Diese Kennzahl ist – wie das EBIT – nicht nur um das außerordentliche Ergebnis und das Finanzergebnis sowie die Steuern bereinigt, sondern zusätzlich noch um die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände wie z.B. Firmenwertabschreibungen. Wenn dann immer noch nicht das gewünschte Ergebnis herauskommt, wird von Analysten gerne das EBITDA (Earnings Before Intersts, Taxes, Depreciation and Amortisation) herangezogen. Das ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Hier werden also gegenüber dem EBITA zusätzlich Sachwertabschreibungen heraus gerechnet. Das Spiel mit den Gewinnbegriffen kann noch weiter fortgesetzt werden, bis folgende Kennzahl übrig bleibt:


EBE (Earnings Before Everything). Das ist der Gewinn vor sämtlichen Kosten. Dabei handelt es sich natürlich um einen fiktiven, ironisch gemeinten Gewinnbegriff. Das soll eigentlich nur zum Ausdruck bringen, welcher Unfug mit den verschiedenen Gewinnkennzahlen angestellt werden kann. Fazit:


Sehr oft geht es nur darum, Verluste zu verschleiern bzw. ein Unternehmen besser dastehen zu lassen, als es wirklich ist. Es nützt wenig, schlechte Ergebnisse schön zu rechnen. Wie Sie sich am besten gegen unsinnige Aktieneinschätzungen wappnen, erfahren Sie im kostenlosen Aktien-Ausblick. In diesem börsentäglichen Newsletter lernen Sie von den Aktienexperten aus dem TM Börsenverlag, wie Sie einfach und zuverlässig zu eigenen Urteilen gelangen. So ist es wichtig zu wissen, dass bspw. bei Aktien von Unternehmen, die sich in einer vorübergehenden Krise befinden, Verluste etwas ganz Normales sind. Entscheidend ist in dem Fall, ob das Unternehmen den Turnaround aus eigener Kraft schaffen kann. Denn dann kommen an der Börse Potenziale zur Kursverdoppelung oder sogar -vervielfachung zur Entfaltung. Konkrete Empfehlungen für solche unterbewertete Turnaround-Aktien erhalten Sie im Turnaround-Trader, den Sie hier kostenlos testen können.

Grundlagen der Fundamentalanalyse