Dax9.255,50-0,84%Dow Jones16.919,590,48%EUR-USD1,33700,00%
MDax15.870,00-0,56%Nasdaq4.040,130,49%Rohöl (WTI)93,120,31%
TecDax1.216,50-0,61%EuroStoxx3.066,60-0,79%Gold1.296,700,13%

Zusammenfassung Basiswissen Indizes

Indizes sind statistische Konstrukte, die Veränderungen (Wachstumsraten) von zeitlich und sachlich abgegrenzten Gesamtheiten (Märkten) messen.  

 

Technisch gesehen können Indizes einfache oder komplizierte Formeln haben. In der Indexformel wird die zu messende Eigenschaft von anderen isoliert. So wird in einer Wertveränderung die Preis- von der Mengenänderung getrennt und als Preisindex dargestellt. „Technische“ Daten eines Aktienindizes sind: Anzahl der Einzelaktien, Regeln der Indexaufnahme, Gewichtungen von Einzelaktien, Vergleichszeitraum, Berücksichtigung von Dividenden.

 

Indizes haben daneben eine „ökonomische“ Seite, die angibt, welchen Nutzen ein Index im Wirtschafts- und Sozialleben stiften kann.

 

Indizes werden besonders am Kapitalmarkt gebraucht. Hier sind sie als Aktien-, Renten-, Fonds- oder andere Börsenindizes für Unternehmen, Börsen und Anleger gleichermaßen bedeutsam. Das börsennotierte Unternehmen gewinnt durch die Aufnahme in einen wichtigen Index an Bekanntheit, die ihm bessere Konditionen am Kapitalmarkt verschaffen kann. Die Börse als Handelsplatz kann auf bessere Geschäfte hoffen, wenn hier Titel gehandelt werden, die in großen Indizes enthalten sind.

 

Großen Nutzen stiften Börsenindizes auch dem Privatanleger, weil sie ihn über den Anlageerfolg in der Direktanlage im Vergleich zum Gesamtmarkt informieren. Wenn ein Börsenneuling sich eine Direktanlage nicht zutraut, kann er auf verschiedene Indexprodukte der Banken und Fondsgesellschaften zurückgreifen. Er erzielt dann zumindest eine Rendite wie der breite Markt.

 

Aktienindizes werden nach verschieden Kriterien gebildet. Die wichtigsten sind: Region, Sektoren, Größe der Index-Titel (Standard- oder Nebenwerte) und Strategieorientierung. Bekannte Indizes werden hauptsächlich von Börsen und Großbanken publiziert. Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind der DAX und die DAX-Familie der Deutschen Börse. Für Europa etabliert sind vor allem der DJStoxx50 und der DJEuroStoxx50, für die USA der Dow Jones Industrial Average, für Japan der Nikkei-Index und für die ganze Welt der MSCI World.

 

Indizes werden in der Anlagepraxis bisweilen gezielt missbraucht oder von Anlegern selbst falsch interpretiert. Dazu zählen Fälle wie die Wahl eines falschen Vergleichsindexes, des falschen Vergleichszeitraumes oder eine nur scheinbare Risikominderung.

 

Anlageprodukte auf der Basis von Indizes werden in Indexfonds und Indexderivate (Zertifikat, Knock-Out-Produkte, Indexanleihen) unterteilt. Sie haben häufig Vorteile gegenüber einer Direktanlage. Dazu zählen Wegfall von Informationsbarrieren, Risikostreuung, größere Liquidität und möglicher Zugang zu attraktiven fernen Aktienmärkten.

 

Ein Börsenneuling vermeidet Fehler, wenn er bei Indexanlagen das BISS-Prinzip beachtet: Er sollte Indizes wählen, die breit, informativ, strategietauglich und sauber konstruiert sind.

Wichtige Börsenindizes im Überblick

Geld anlegen in Indexprodukten

Missbrauch und Missverständnisse bei Indizes

Die technische Konstruktion von Indizes